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  #1
Alt 19.02.2009, 12:53
mecss
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Cool Haben Hunde-Welpen wirklich Welpenschutz?

Also, ich weiß es so, dass erwachsene Hunde eigentlich kleinere Hunde bzw. Welpen nichts tun oder sie gewähren lassen, was die kleinen Welpen so machen, aber in jüngster Zeit höre ich doch von einigen Bekannten, dass es nach neuesten Studien so was wie ein Welpenschutz nicht gäbe. Ehrlich gesagt, kann ich mir es nicht vorstellen, dass es keinen Welpenschutz gibt, denn das würde meinem bisherigen Wissen in der Tierwelt widersprechen. Gerade bei Hunden kann ich es mir nicht vorstellen, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren und bin auf eure Antworten und Erfahrungen gespannt...


i.d.S. mecss
 
  #2
Alt 19.02.2009, 21:45
kilometerfresser
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Also ich glaube das der Welpenschutz mit dem Geruch der Hunde zu tun hat. Ein Welpe riecht nicht wie ein erwachsener Hund und wird nicht als Konkurenz angesehen. Für den Rüden sind Welpen uninteressant da sie noch nicht bestiegen werden können. Hündinnen haben wohl auch Muttergefühle gegenüber fremden Welpen.
 
  #3
Alt 20.02.2009, 13:18
Peanuts
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Welpenschutz gibt es schon.
Ein gut sozialisierter Hund, egal ob Rüde oder Hündin, verhält sich im Normalfall Welpen gegenüber sehr geduldig und liebevoll.
Allerdings erzieht er den Welpen dann auch und dieses Recht muss man ihm zugestehen. Das heißt, er kann ggf. auch knurren und sogar schnappen, wobei es durchaus vorkommen kann, dass er den Welpen dabei auch leicht zwickt.
Ein Welpe wiederum, der angeknurrt oder gar leicht gezwickt wird, reagiert darauf allerdings mit ohrenbetäubendem Geschrei, so als ginge es um sein Leben. Er klemmt den Schwanz ein und sucht Schutz bei seinem Menschen oder er schmeisst sich auf den Rücken und schreit weiter, wobei er oft auch vor Schreck uriniert. Drei Minuten später allerdings ist das Ereignis normalerweise vergessen und der Welpe versucht sein Glück, den erwachsenen Hund zu drangsalieren, meistens schnell wieder. Voraussetzung ist allerdings, dass der Besitzer des Welpen zwar trösten und beruhigen darf, dann aber das Vertrauen haben muss, den Welpen wieder dem erwachsenen Hund anzuvertauen. Es gibt ja leider Menschen, die nach so einem "Vorfall" glauben, der Welpe sei bei dem erwachsenen Hund nicht sicher und die dann verhindern, dass die beiden wieder in Kontakt kommen.
Vertrauen in andere Hunde, in das Leben und in sich selbst kann ein Welpe aber am besten lernen, wenn ihm die Kommunikation mit anderen Hunden ermöglicht wird.
Wenn das Erwachsenenrudel den Welpen im richtigen Welpenalter schon kennen lernt, dann hält der Welpenschutz auch oft bis weit über den 4. Monat an, wobei, wie gesagt, die Erwachsenen den Welpen/Junghund permanent mit erziehen und seinem Menschen eine Menge Arbeit abnehmen, denn der Welpe, der ja mit zum Rudel gehören will, schaut sich bei den Großen ganz vieles ab, - leider auch die Unarten, wenn welche vorhanden sind.

Anders sieht es aus, wenn der Junghund als "Halbstarker" (ab 6-8 Monaten) in ein fremdes (sozialverträgliches) Rudel integriert werden soll. Da weht meist von Anfang an ein etws schärferer Wind, aber es gibt keine ernsthaften Streitigkeiten, weil ein Junghund im Alter von 6-8 Monaten sich in der Regel sofort unterwirft. Das ändert sich erst dann, wenn der Hund (männlich oder weiblich ist egal) hormonell aus der Deckung kommt, also geschlechtsreif wird.
Wenn dann Verhaltensweisen schon eingespielt sind, gibt es auch nicht viele Reibereien, aber man muss dann als Mensch doch wachsamer sein und mehr beobachten und im Bedarfsfall mit einem Machtwort eingreifen, das Pöbeleien unter den Hunden verbietet.
Ist der Hund dann erwachsen und weiß, dass man keinen Streit duldet, geht es auch in fast allen Fällen mit fremden Hunden gut.
Zurück zum Welpenschutz:
Es gibt leider sowohl Hündinnen, als auch Rüden, die kein gutes Sozialverhalten haben, weil sie nie lernen durften, mit anderen Hunden zu kommunizieren.
Bei diesen ist der Welpenschutz sehr in Frage gestellt.
Ich kenne einen Schäferhundzüchter, der die Welpen grundsätzlich ab der vollendeten 8. Woche von den Müttern trennt ud die Väter, bzw. seine Deckrüden lernen die Welpen niemals kennen.
Er hält das nicht für nötig, denn er will mit den Hündinnen so bald wie möglich wieder auf den Trainingsplatz und die Rüden werden seiner Ansicht nach überflüssigerweise verdorben, wenn sie Gelegenheit haben, liebevoll mit den Welpen umzugehen.
Dabei habe ich mit eigenen Augen sehen müssen, dass speziell die Rüden dort sowas wie Welpenschutz garnicht kennen, - im Gegenteil.
Die standen in ihren Boxen und starrten mit erwartungsvoll-bösartigem Blick auf die 6-wöchigen Welpen, die im Auslauf spielten und sich dem Zwinger der Rüden ein paarmal gefährlich näherten.
Auch bei meiner Arbeit im Tierheim habe ich einige Hunde kennen gelernt, die in ihren Ausläufen regelrecht darauf warteten, dass einer der Hunde, die gerade während der Reinigung ihres Auslaufs im Hof frei liefen, nahe genug kamen, dass sie sie durch den stabilen Drahtzaun hindurch zu fassen kriegten. Ich war während der Medikamentenverteilung einmal unmittelbar in so einen Vorfall verwickelt, indem ich in Leberwursthappen eingepackte Wurmkuren an ein Rudel Welpen verteilen wollte und nicht ahnte, dass inzwischen einer dieser Hunde im Hof lief, dem es egal war, wen er da zu fassen kriegt, - erwachsenen Hund oder Welpen.
Unglücklicherweise sahen die Welpen in ihrem Auslauf mich kommen und sprangen erwartungsvoll am Zaun hoch, so dass der frei laufende Hund seine Chance nutzte und durch eine Drahtmasche eine Welpenpfote nach draußen zog. Ich hab alles fallen lassen und dem Hund mit einer herumstehenden leeren Futterschüssel mehrere kräftige Gongs auf den Kopf gehauen, ehe ich ihn zum loslassen bewegen konnte, - es war so schecklich! Der arme Welpe war nur am schreien und am zittern und konnte sich überhaupt nicht beruhigen, hatte einen Schock. Sowas prägt natürlich fürs Leben, das darf nicht passieren.
In der Folgezeit wurden die ganzen Ausläufe nach allen Seiten im unteren Bereich mit Kükendraht verstärkt, so dass keiner mehr von innen oder von außen Schaden anrichten konnte.
Also: Welpenschutz gibt es zweifellos, aber nicht alle Hunde kennen ihn. Nur die, die ein natürliches Rudelverhalten lernen durften.
 
  #4
Alt 20.02.2009, 18:00
Hundeforum Fan
 
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Ich glaube Welpenschutz gibt es nur im eigenen Rudel.
Eindrucksvoll beschrieben und bewiesen wurde das z.B. von Günther Bloch im Wolfsrudel.
Ähnlich verhalten sich auch Hunde. Eine Hündin beschützt ihre Welpen und wenn der Rüde von Anfang an dabei ist tut er es auch.
Ein Welpe, der fremden Hunden (egal ob Hündin oder Rüde) begegnet, hat keinen Welpenschutz.
Sind Hunde gut sozialisiert werden sie weder einen Welpen noch einen erwachsenen Hund angreifen.
Da ich, als Welpenbesitzer, aber fremde Hunde nicht kenne und demzufolge auch nicht einschätzen kann, ob sie gut sozialisiert sind, bin ich grundsätzlich erst einmal vorsichtig.
Alle Welpen sollten sehr viel Kontakt mit Hunden jeder Altersklasse und beiden Geschlechtern haben.
Deshalb sollte jeder Welpe in eine Welpenschule gehen, aber auch auf einer Hundewiese o.ä. regelmäßig Kontakt mit anderen Hunden haben.
Die Welpen untereinander lernen im Spiel z.B. ihre Beißkraft einzuschätzen und zu steuern. Ein normaler Welpe läßt los, wenn der andere quieckt.
Ein souveräner erwachener Hund, wird dem Welpen ohne Aggression, aber sehr eindrucksvoll die Grenzen aufzeigen. Die wiederum wird ein normaler Welpe auch sehr schnell respektieren. Dabei spielt die Größe und das Geschlecht keine Rolle.
Arwen ist offline  
  #5
Alt 21.02.2009, 16:16
Hundeforum Fan
 
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Um noch einmal etwas genauer auf das Thema einzugehen habe ich mir das Buch von Günther Bloch "Der Wolf im Hundepelz" aus dem Bücherregal geholt.
Dort steht auf S. 111 über Welpenschutz
Zitat: Leider schauen immer noch viele Menschen auf die Datumsanzeige ihrer Uhr, wenn ein Welpe von einem fremden Hund unwirsch behandelt wird. Man gibt sich entrüstet und erklärt, dass dieser Hund "verhaltensgestört" sei. So schreibt F. Rehage (2000):"Noch hat er Welpenschutz, erwachsene Hunde tun ihm nichts. Er (der Welpe) kann sich die größten Frechheiten herausnehmen.
Nein, nein und nochmals Nein! Diese Aussage ist nicht durch die Erkenntnisse moderner Verhaltensbiologie abgesichert, wie U. Gansloßer (2002) bestätigt: "Doch dieser so genannte Welpenschutz und das Verschonen eines Hundes, der Unterwerfungsgesten zeigt, existieren nicht. Welpenschutz existiert ausschließlich im eigenen Rudel."......

Das Buch ist sehr interessant und ich kann jedem "Hundebesitzer" nur empfehlen es zu lesen.
Arwen ist offline  
  #6
Alt 21.02.2009, 18:26
kilometerfresser
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Oh danke Arwen. Hab´s gleich notiert.
 
  #7
Alt 21.02.2009, 19:11
Hundeforum Fan
 
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Ich kann dir das Buch auch gerne leihen.
Arwen ist offline  
  #8
Alt 21.02.2009, 19:29
Peanuts
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Für mich sind all diese Bücher-Aussagen zwar hilfreich und sinnvoll, aber nicht das Maß aller Dinge. Im Zweifelsfall verlasse ich mich auf meine eigenen Beobachtungen und die beziehen sich nicht nur auf meine Hunde, - die sowieso keinem anderen Hund was tun würden, weil sie wissen, dass ich es nicht dulde.
Auch ich bin nicht das Maß aller Dinge, ich weiß. Aber trotzdem kann ich nicht zustimmen, dass es nur im eigenen Rudel Welpenschutz gibt.
Nach meiner Beobachtung steht und fällt das mit einem allgemein guten Sozialverhalten der Hunde untereinander und das ist umso besser, je besser die Hunde Gelegenheit haben, miteinander zu kommunizieren.
Aber im Grunde ist es einerlei. Vorsichtig sein muss man allemal, wenn man einen Welpen hat und mit ihm unbekannten Hunden begegnet.
 
  #9
Alt 22.02.2009, 00:18
mecss
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Arwen hat mein Interesse geweckt und somit habe ich jetzt etwas recherchiert und es kam heraus, dass auf diversen Seiten im Internet die Meinung von u.a. Tierpsychologen und Hundetrainern vertreten wird, dass es keinen sogenannten Welpenschutz gibt. Daraufhin habe ich bei Hundeseite.info einen evidenten Artikel über den Mythos "Welpenschutz" gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte...

"Was den Welpenschutz betrifft so gibt es die verschiedensten Vorurteile und Märchen in der Literatur und im Volksmund.
Greift ein älterer Hund einen Junghund an so wird er gleich als asozial und verhaltensgestört dargestellt. Auch hört man oft Halbwahrheiten wie ein Welpenschutz würde nur im eigenen Rudel existieren.
Wollen wir jedoch biologisch korrekt sein, dürften wir keinen Hund über 14 Wochen als Welpen bezeichnen. Will man sich an führende Verhaltensforscher wie Zimen oder Trumler anlehnen, so ist die Welpenphase rein biologisch bereits mit 12 Wochen vorbei und es könnte, selbst wenn es ihn gäbe, demnach nach diesem Alter auch kein Welpenschutz erwartet werden.
In der Frage ob es Welpenschutz jedoch überhaupt gibt sollte man etwas differenzierter vorgehen. Tatsächlich haben Welpen bei erwachsenen Hunden oft relative Narrenfreiheit. Um dies zu verstehen, muss man sich das Hundeverhalten etwas genauer ansehen.

Im freien Hunderudel achtet die erste Zeit – in der Regel bis zum Fressen fester Nahrung – die Mutterhündin auf den Nachwuchs. Diesen Schutz gewährt sie allerdings nicht selten, nachdem sie zunächst die von ihr als nicht lebenswert erachteten Tiere achtlos verhungern ließ oder gar aktiv tötete.
Schon an dieser Eigenschaft sieht man, dass der Welpenschutz an sich kein biologisches Grundgesetz ist wie wir es uns oft romantisierend wünschen.
In dieser Zeit wird der Wurf massiv gegenfremde Rudelmitglieder verteidigt, je nach Alter zunächst völlig tabuisiert und dann zunehmend lockerer.
Im Alter von etwa 8 Wochen müssen die Welpen zunehmend mit Konsequenzen für Ihr Verhalten rechnen und werden auch von unbeteiligten Rudelmitgliedern zur Rechenschaft gezogen, erst sanft dann zunehmend stärker und deutlicher.

In der Regel wird jedoch keiner der Welpen ernsthaft verletzt da letztendlich der Wurf rein biologisch das Fortbestehen des Rudels garantiert und damit der eigenen Sicherheit dient.
Es ist ein feines System von Welpen die Ihre Grenzen beim jeweiligen Gegenüber kennen und Althunden oder Altwölfen welche die Welpen aus eigenem Interesse erziehen aber nicht dauerhaft beschädigen. Nichts desto trotz gehört die Tötung rudeleigener Welpen zu den häufigsten Todesursachen in wilden Hunderudeln.


Wie sieht es jedoch mit fremden Welpen aus?
Gefangenschaftsrudelhaltung bei Hunden und Wölfen zeigten, dass fremde Welpen nicht selten getötet werden was biologisch den Zweck haben könnte die eigene Existenz zu sichern.

In der Natur kommt dies selten vor da erwachsene Tiere kaum fremde Welpen zu sehen bekommen dürften, weil deren Rudel Ihr Revier und letztendlich auch seine Mitglieder verteidigen wird.

Es obliegt also aus mehrfacher Sicht dem Besitzer des Junghundes diesem eine Balance aus Sicherheit zu geben und dem Gefühl für sein Verhalten auch gradestehen zu müssen.
Man sieht also, dass der Welpenschutz weder im eigenem Rudel (eventuelles töten der Welpen durch die Mutter oder andere Tiere) noch fremden Welpen gegenüber existent ist.
Der Welpenschutz hängt alleine davon ab, wer wie gut auf die Welpen aufpasst und wie gut der Welpe und die anderen Rudelmitglieder sich der Folgen seines Handelns bewusst sind.

Der einzig wirksame Welpenschutz ist der Schutz den die Mutter Ihnen gewährt. Genießt sie Respekt so wird den Welpen nichts geschehen.

Man kann also nicht einfach von einem asozialen Verhalten reden, wenn sich ein Fremdhund auf einen Junghund jenseits der 10 Wochen stürzt und diesen angreift, auch wenn es uns nicht gefällt ist es unter Umständen natürliches Hundeverhalten.
Da aber natürliches Hundeverhalten in unserer Gesellschaft oft nicht erwünscht und durchführbar ist, muss hier Erziehung eingreifen.

Oft geschehen diese Angriffe aus territorialen Hintergründen auf Spaziergängen während der Welpe harmlos spielt.
Der fremde Hund sieht den neuen Junghund in seinem Revier, mit seinen Stöckchen spielen oder seine Vögel jagen, oder gar stürmisch gegen jede Etikette auf sich zulaufen oder schlimmer noch ihn (den aus seiner Sicht gesehenen Revierbesitzer) einfach ignorierend.

Auf die normalen Zeichen wie Stehenbleiben, Ohren vorlegen, steif gehen, Rute heben, größer machen, Verlängern der Maulspalte, Front zu Front stehen, Umkreisen auf Entfernung, T- Stellung oder direktes Ansehen achten die Welpen oft nicht und der fremde Hund nimmt sich der Erziehung an, wie er es als Hund als normal empfindet.
Man kann also sagen, dass in aller Regel kein asoziales Verhalten vorliegt, sondern völlig normales Hundeverhalten.
Das Problem dieser Situation liegt darin, dass sich die Besitzer beider Hunde dessen nicht bewusst sind. Die einen können ihren Hund nicht kontrollieren da er erstens nicht gut genug hört und sie zweitens sich gar nicht der möglichen natürlichen Reaktion bewusst sind und die Junghundehalter da sie Ihren Junghund wie einen Welpen halten und nicht wie einen Junghund der für sein Verhalten geradestehen muss.

Oft wurde ihm nicht einmal die Möglichkeit gegeben im Welpenkindergarten oder auf Spaziergängen mit anderen Junghunden seine Kommunikationsfähigkeiten mit anderen Hunden zu fördern."


Man lernt nie aus, sage ich nur und akzeptiere jetzt, dass es keinen Welpenschutz gibt...


i.d.S. mecss
 
  #10
Alt 22.02.2009, 00:56
Peanuts
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Das ist aber jetzt ne Menge Haarspalterei, finde ich. Mit diesem Artikel hast du nämlich, so finde ich, in vielem, wenn auch nicht in allem, mit anderen Worten das wiedergegeben, was ich weiter oben schon geschrieben habe.
Ich hatte vergessen, es extra zu erwähnen, dass ab dem 4. Monat ein Welpe im Zusammenhang mit dem "Welpenschutz" streng genommen kein Welpe mehr ist, bzw. ich habe das als selbstverständlich bekannt vorausgesetzt und daher von Welpen bzw. Junghunden gesprochen, die von allen erwachsenen gut sozialisierten Hunden mit erzogen werden, was durchaus nicht immer friedfertig und sanft aussieht oder klingt,, aber niemals zu ernsthaften Verletzungen führt.

Das töten oder sterben lassen eines oder mehrerer Welpen des Wurfes geschieht fast immer innerhalb der ersten Lebenstage und nur, wenn die Mutterhündin aktiv einen oder mehrere Welpen tötet (oft frisst sie sie dann auch auf) liegt als Ursache die "natürliche Auslese" vor. Wenn sie sie "nur" sterben lässt, weil sie zu schwach sind, in die Wärme der Geschwister zu kriechen oder weil sie durch Inhalation des Fruchtwassers eine Lungenentzündung bekommen, dann hat es mit natürlicher Auslese eher nichts zu tun, sondern vielmehr mit einer Verkettung unglücklicher Umstände.
Und diese Geschehnisse haben allesamt überhaupt nichts mit dem Thema Welpenschutz zu tun.

Es kommt vor, dass Hunde Welpen töten und dass auf diese Art der Eindruck entsteht, als gäbe es keinen Welpenschutz oder als wollten diese Hunde damit verhindern, dass "die Gene des/der Nebenbuhler" zugunsten der eigenen ausgerottet würden. Aber die Regel ist das keineswegs.
In einem gut zusammengewachsenen Sozialverband verteidigen die Mütter ihre Welpen auf jeden Fall so lange, bis diese aktiv auf andere Hunde zuwatscheln können und selbst dann passt die Mutter auf, dass keiner der anderen Hunde sich an den Welpen vergreift. Sie lässt allerdings zu, dass andere Rudelmitglieder männlich wie weiblich sich nun der Pflege, dem Spiel und der Erziehung der Welpen/Junghunde annehmen, was wie gesagt, nicht immer friedlich und freundlich abgeht, aber nicht zu Verletzungen führt.
Es gibt natürlich Hunde, die von Welpen nichts wissen wollen, die sie auf Abstand halten und auch böse werden, wenn das nicht respektiert wird.
Und es gibt Hunde, die mit Welpen und Junghunden kurzen Prozess machen und sie töten. Aber die Regel ist das keineswegs.
Welpen und Junghunde haben natürlich keine Narrenfreiheit, - das würde ihnen auch nicht gut bekommen. Sie brauchen Anleitung und Erziehung.Je älter (und kesser) sie werden, desto rigoroser werden die Regeln des Rudels auch durchgesetzt.
Aber dennoch behaupte ich, dass sie in einem sozialisierten Rudel Schutz geniessen. Es gibt sehr wohl Welpenschutz, - aber natürlich die liebevolle, alles gewährende Narrenfreiheit, die viele Menschen irrtümlicherweise vor AUgen haben, wenn sie von Welpenschutz reden, - die ist ein Ammenmärchen.
 
  #11
Alt 22.02.2009, 02:39
mecss
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Zitat:
Zitat von Peanuts Beitrag anzeigen
Das ist aber jetzt ne Menge Haarspalterei, finde ich. Mit diesem Artikel hast du nämlich, so finde ich, in vielem, wenn auch nicht in allem, mit anderen Worten das wiedergegeben, was ich weiter oben schon geschrieben habe.
Sorry, ich sehe einen gravierenenden Unterschied zwischen deinem obigen Posting und dem Letzten von mir: Du glaubst an Welpenschutz und nicht (mehr)...
Ich hatte vergessen, es extra zu erwähnen, dass ab dem 4. Monat ein Welpe im Zusammenhang mit dem "Welpenschutz" streng genommen kein Welpe mehr ist,
"streng genommen ab der 12 Woche ist ein Welpe kein Welpe mehr...
bzw. ich habe das als selbstverständlich bekannt vorausgesetzt und daher von Welpen bzw. Junghunden gesprochen, die von allen erwachsenen gut sozialisierten Hunden mit erzogen werden, was durchaus nicht immer friedfertig und sanft aussieht oder klingt,, aber niemals zu ernsthaften Verletzungen führt.

Das töten oder sterben lassen eines oder mehrerer Welpen des Wurfes geschieht fast immer innerhalb der ersten Lebenstage und nur, wenn die Mutterhündin aktiv einen oder mehrere Welpen tötet (oft frisst sie sie dann auch auf) liegt als Ursache die "natürliche Auslese" vor. Wenn sie sie "nur" sterben lässt, weil sie zu schwach sind, in die Wärme der Geschwister zu kriechen oder weil sie durch Inhalation des Fruchtwassers eine Lungenentzündung bekommen, dann hat es mit natürlicher Auslese eher nichts zu tun, sondern vielmehr mit einer Verkettung unglücklicher Umstände.
Und diese Geschehnisse haben allesamt überhaupt nichts mit dem Thema Welpenschutz zu tun.

Es kommt vor, dass Hunde Welpen töten und dass auf diese Art der Eindruck entsteht, als gäbe es keinen Welpenschutz oder als wollten diese Hunde damit verhindern, dass "die Gene des/der Nebenbuhler" zugunsten der eigenen ausgerottet würden. Aber die Regel ist das keineswegs.
In einem gut zusammengewachsenen Sozialverband verteidigen die Mütter ihre Welpen auf jeden Fall so lange, bis diese aktiv auf andere Hunde zuwatscheln können und selbst dann passt die Mutter auf, dass keiner der anderen Hunde sich an den Welpen vergreift. Sie lässt allerdings zu, dass andere Rudelmitglieder männlich wie weiblich sich nun der Pflege, dem Spiel und der Erziehung der Welpen/Junghunde annehmen, was wie gesagt, nicht immer friedlich und freundlich abgeht, aber nicht zu Verletzungen führt.
Es gibt natürlich Hunde, die von Welpen nichts wissen wollen, die sie auf Abstand halten und auch böse werden, wenn das nicht respektiert wird.
Und es gibt Hunde, die mit Welpen und Junghunden kurzen Prozess machen und sie töten. Aber die Regel ist das keineswegs.
Welpen und Junghunde haben natürlich keine Narrenfreiheit, - das würde ihnen auch nicht gut bekommen. Sie brauchen Anleitung und Erziehung.Je älter (und kesser) sie werden, desto rigoroser werden die Regeln des Rudels auch durchgesetzt.
Aber dennoch behaupte ich, dass sie in einem sozialisierten Rudel Schutz geniessen. Es gibt sehr wohl Welpenschutz, - aber natürlich die liebevolle, alles gewährende Narrenfreiheit, die viele Menschen irrtümlicherweise vor Augen haben, wenn sie von Welpenschutz reden, - die ist ein Ammenmärchen.
Sorry, aber dein Artikel gleicht meinem deswegen nicht, weil du von Welpenschutz ausgehst und so deine These begründest, wobei ich davon ausgehe, dass es keinen sogenannten Welpenschutz gibt, was ehrlich im Inet eindeutig zu lesen ist, und deshalb können einige Aussagen sich ähneln, aber letztendlich widersprichst du dir afaik, denn Welpenschutz ist instinktiv begründet und somit keinem Sozialverhalten untergeordnet und in der Natur gibt es demnach keinen Welpenschutz...

i.d.S. mecss
 
  #12
Alt 22.02.2009, 08:23
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
So, wie Peanuts sehe ich es auch.
In einem gut sozialisierten Rudel gibt es Welpenschutz.
Wohlgemerkt für Welpen. Wobei Welpenschutz nicht gleichzusetzen ist mit Narrenfreiheit.
Und das ist auch gut so.
Wie soll sich ein Hund mit seinen Artgenossen verständigen, wenn er es nie gelernt hat?

Da ich von meinem Freund ODIN sehr viel gelernt habe, auch, dass man nie aufhören darf zu lernen, lese ich sehr viel über Hunde. Ich freue mich über Gespräche und auch über solche Diskussionen, denn dabei kann jeder etwas lernen.

Die meisten von uns züchten nicht, so dass wir alle kein großes Rudel zu Hause haben. Unsere Welpen treffen also erst einmal auf fremde Hunde und hier gibt es eben keinen Welpenschutz.
Wir müssen unsere Welpen beschützen! Beschützen und nicht vor ALLEM und JEDEM fern halten.
Arwen ist offline  
  #13
Alt 22.02.2009, 09:26
Peanuts
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Zitat:
Zitat von mecss Beitrag anzeigen
Sorry, aber dein Artikel gleicht meinem deswegen nicht, weil du von Welpenschutz ausgehst und so deine These begründest, wobei ich davon ausgehe, dass es keinen sogenannten Welpenschutz gibt, was ehrlich im Inet eindeutig zu lesen ist, und deshalb können einige Aussagen sich ähneln, aber letztendlich widersprichst du dir afaik, denn Welpenschutz ist instinktiv begründet und somit keinem Sozialverhalten untergeordnet und in der Natur gibt es demnach keinen Welpenschutz...

i.d.S. mecss
Lieber mecss.
Ich mach dich nun mal drauf aufmerksam, dass du im Zitat über meinem Satz, dass ab dem 4. Monat ein Welpe kein Welpe mehr ist, mit rot geschrieben hast, dass streng genommen ab der 12. Woche ein Welpe kein Welpe mehr ist.
12 Wochen=3 Monate, oder? Also ist mit vollendetem 3. Monat, = ab dem 4. Monat ein Welpe kein Welpe mehr, oder? D.h., wir reden hier über eine Differenz von maximal einer Woche, wenn du das auf den Beginn der 12. Woche beziehst und darüber lohnt es sich m.E. nicht, zu streiten oder in roter Schrift zu antworten.
Der Schutz, die Rücksichtnahme der erwachsenen Hunde, die die Welpen also in den ersten drei Monaten genießen, beruht weniger auf deren Duft, sondern eher auf deren Verhalten. Sie bewegen sich noch sichtbar unbeholfen und ziehen sich bei einem (scheinbaren oder echten) Angriff eines erwachsenen HUndes oder auch bei Grobheiten von Menschen sofort laut schreiend und Schutz suchend zurück.
Mit dem Geruch hat es insofern was zu tun, als ein ganzer Wurf Welpen, die noch eng bei der Mutter sind und von ihr gesäugt und geputzt werden, einen gemeinsamen Nestgeruch haben, der bewirkt, dass sie im eigenen Rudel auf jeden Fall Schutz genießen.
Von dieser Regel gibt es anscheinend Ausnahmen, die ich aber selbt auch nur vom hörensagen, bzw. lesen kenne und deshalb hier nicht wiedergeben will, weil das auch zu weit führt.

Alle anderen Aussagen lasse ich nun mal so stehen, weil ich mich in dieser Sache lieber auf meine eigene Wahrnehmung und auf meine vielfältige Beobachtung von Hunden und (eigene so wie auch fremde) Welpen verlasse, als auf Aussagen anderer und es mir nicht wichtig genug ist, um darüber endlos zu debattieren. Ich muss nicht unbedingt Recht haben.
Da ziehe ich es vor, einen Sonntagsspaziergang mit meinen Hunden zu machen.
 
  #14
Alt 22.02.2009, 12:34
KiiKii
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Zitat:
Zitat von kilometerfresser Beitrag anzeigen
Also ich glaube das der Welpenschutz mit dem Geruch der Hunde zu tun hat.

das glaub ich auch das es was mit dem geruch der hunde/welpen zutun hat..

aber gehört habe ich auch von anderen hunde besitzern das welpen keinen schutz haben ..
 
 
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