Ich bin ein Spinnenfan. Diese Tierchen haben auf mich eine magische Anziehungskraft.
Einige deutsche Spinnen können ganz schön kräftig zubeißen. Es bleibt dann für mehrere Tage eine ziemlich schmerzhafte Wunde.
Es gibt so ca. 38998 Spinnenarten. Diese werden in 3607 Gattungen aufgeteilt und in 110 Familien. Diese Zahl ist nicht konstant, weil immer wieder neue entdeckt werden. Allein in Deutschland sind momentan 956 Arten bekannt. Diese sind in 38 Familien aufgegliedert. Dazu gibt es noch einige Unterarten, d.h. es sind eigentlich 1004 bekannte deutsche Spinnen.
Die wohl am meisten bekannteste ist die > Kreuzspinne < . Man unterscheidet zwei Arten. Einmal die > Vierfleckkreuzspinne < , und dann noch die > Gartenkreuzspinne < . Diese gehören zu den Radnetzspinnen. Sie bauen wunderbare Netze, und wenn man sie nicht ärgert, dann werden sie auch nicht beißen. Tun sie es doch, ist es genauso schmerzhaft, wie ein Wespenstich. Die Bißstelle schwillt ganz schön an und bleibt auch ziemlich lange. Eine toxische Wirkung erfolgt in der Regel nur im Bereich zarter Hautstellen. Hier ist eine starke Schwellung einhergehend mit vorübergehender Lähmung in der Umgebung der Bissstelle möglich. Durch mein Hobby mit diesen Tierchen, habe ich schon mehrere Verletzungen bekommen.
Die Spinnen wissen ja nicht, daß ich sie nur erforschen möchte. Sie fühlen sich bedrängt. Sie beißen nur um sich zu verdeidigen. Sie sind nicht selbstständig agressiv.
Sie sind sehr kräftig und können selbst Wespen überlisten...
Mehr aufpassen muß man allerdings mit der sogenannten > Dornfingerspinne <. Sie lebt in Mitteleuropa und hat auch ein wespenähnliches Gift. Es ist allerdings konzentrierter. Es bildet sich eine sehr schmerzhafte Schwellung, und blauroten Bissstellen. Der Biss führt zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Schüttelfrost, erhöhter Körpertemperatur und Erbrechen. Das gemeine an den Tierchen ist, daß sie an Grashalmen ihre Netze bauen. Man übersieht sie leicht - sie sind auch nicht besonders groß. Zur Paarungszeit im Juli jedoch neigen die Dornfinger verstärkt zu Bissen, natürlich besonders die Weibchen, die den Eikokon und damit ihre Nachkommen verteidigen.
Die Spinne ist etwa 15 Millimeter lang, grüngelb mit rotbrauner Musterung auf dem Rücken. Markant sind die Giftklauen. Da sie in trockenen Wiesen bauen, sollte man möglichst lange Hosen und gescheihtes Schuhwerk tragen. [ sollte man überhaupt, schon wegen den Zecken... ]
Nach dem Biss durch einen Dornfinger
empfiehlt sich bei stärkeren Beschwerden der Besuch eines Arztes.