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Alt 19.11.2007, 11:13
Ky!
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Beiträge im Hundeforum: n/a
Walfang : Japan startet eine Großjagd !

Die japanische Walfangflotte startet eine Großjagd , wie es sie seit vier Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Natürlich wieder unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

Das Ziel der japanischen Killerflotte:

50 Buckelwale (Megaptera novaeangliae)
50 Finnwale (Balaenoptera physalus)
935 Südliche Zwergwale (Balaenoptera bonaerensis)

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Zitat:

Japanische Walfänger sind ausgelaufen


Wind 5, See 2,5 Meter, 21°C Luft, 24°C Wasser, bewölkt, trocken - Nachmittags 16:00 Uhr: Ein fernes Grollen, das ich mehr fühle als höre, erfasst das Schiff, jede Stahlplatte und jeden Gegenstand. Es setzt sich in meinen Körper fort, ganz fein, ganz fern, ein Gefühl, auf das ich gewartet habe, und jedesmal ist es wieder so neu, so unbekannt. Ich hebe den Kopf, sehe aus dem Bullauge und horche auf. Ja! Die Hauptmaschinen sind gestartet! Es wird noch eine halbe Stunde dauern, bis sich unser Schiff in Bewegung setzt. Die riesigen Maschinen müssen erst auf Temperatur kommen, bevor sie unter Last gehen können. Heute morgen kam die Durchsage, auf die wir schon seit über drei Wochen warten: Die japanische Walfangflotte ist ausgelaufen, nach Süden. In die Richtung, in der wir seit Tagen vor den Toren Japans in internationalen Gewässern warten. Sie hätten auch nach Norden auslaufen und um die Insel herum fahren können. Glück für uns. Sie wollen sich vielleicht keine Blöße geben.
16:30 Uhr: Die Esperanza hebt sich langsam höher, höher als die Wellen sie in den letzten Stunden während des Driftens getragen haben. Du kannst den Moment genau fühlen, sie fährt los! Schnell nehme ich meine Kamera, meinen MP3 Player und gehe aufs Achterdeck. Die Antriebswellen unterhalb des Decks dröhnen und erfüllen das gesamte Deck, sie lassen den Schiffsstahl vibrieren. Das Grollen ersetzt die Stille der letzten Tage und erfasst mich mit der Gewissheit, daß unsere Expedition nun unweigerlich losgeht.
Das Meer ist in unspektakulärer ständiger Bewegung, die weißen Schaumkronen sind Anzeiger, dass der Wind mit der Stärke fünf das Wasser in Bewegung hält. Ich stehe am Heck und beobachte, wie die Schiffsschrauben einen türkisblauen Streifen in das bleigraue Meerwasser reißen. Gischtene Wasserwirbel werden wütend von den 6000 PS bei nur mäßigen Umdrehungen durch die Wasseroberfläche geschossen und hinterlassen Millionen kleiner Luftblässchen, die das Heckwasser färben.
Ich lausche meiner Lieblingsmusik, lasse mich vom Heck hoch und runter heben, und geniesse den Wind, der in meine Haare greift. Und ich weiß, genau diesen Moment will ich festhalten, damit ihn andere ein Stück weit nacherleben können. Und doch weiß ich auch, Worte sind nur Hilfskonstruktionen, die diese Momente nur kümmerlich wiedergeben können.
Mit steigender Temperatur in den Hauptmaschienen nimmt die Esperanza an Fahrt auf. Immer stärker hebt sich unser Schiff aus den Wellen, um wieder ins nächste Wellental zu tauchen. Wir laufen gegen die See, alles kommt in Bewegung. Die Kraft, der Aufbruch, die Bewegung, das laute Aufschlagen in die Wellen, endlich hat das Warten ein Ende!
Vor uns liegen tausende von Seemeilen, unser Weg wird uns von der Nordhemisphäre über den Äquator auf die Südhemisphäre führen, vorbei an den Phillippinen, Australien und Neuseeland, über den 40. und 50. Grad südlicher Breite. Über die „roaring fourties“, mit denen ich in den beiden vergangen Jahren schon meine Erfahrungen gemacht habe, bis über den Südpolarkreis, vielleicht über den magnetischen Südpol, bis zu Eisbergen und Eisfeldern, bis ins Walschutzgebiet der Antarktis.
Es wird noch gute drei bis vier Wochen dauern, bis wir da sind. Aber nicht nur wir brauchen so lange, auch die japanische Fangflotte, die noch nie so spät ausgelaufen ist. Allein das wird höchstwahrscheinlich schon einigen Tieren das Leben retten!
Liebe Grüße, Regine
 
  #2
Alt 19.11.2007, 11:22
Ky!
Gast
 
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http://www.boards-united.com/tierfor...6-walfang.html
 
  #3
Alt 20.11.2007, 08:30
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
Es ist traurig, dass wir nichts gegen die japanische Walfangflotte tun können. Wut steigt aber jedesmal in mir auf, wenn ich von solchen Aktionen lese. Ich wünsche mir dann immer, das japanische Schiff mit all seinen Mördern möge vom Meer verschluckt werden.
Es gibt nur noch wenige Wale und es sind so großartige Tiere.
Wir hatten voriges Jahr in Argentinien das Glück Wale beobachten zu dürfen. Es war unbeschreiblich schön diese friedlichen Riesen zu sehen.
Leider wird es für die nächsten Generationen nicht mehr möglich sein, Wale zu beobachten, wenn dieses Abschlachten nicht beendet wird.
Wäre es Oil, dann würden die Industrienationen mit Armeen in Japan einfallen und Sanktionen verhängen.
Es sind aber nur "Wale". Da kümmert sich kein Staat drum.
Gut das es die Esperanza und ihre Mannschaft gibt.
Wir drücken euch die Daumen!
Arwen ist offline  
 
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