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Impfungen beim Kaninchen
Jeder verantwortungsvolle Tierbesitzer sollte sein Kaninchen impfen lassen um infektiösen Krankheiten vorzubeugen.
Es gibt zwei Kaninchenkrankheiten gegen die wir die Tiere hier in unserer Praxis impfen:
- Myxomatose
- RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease oder Chinaseuche)
Die Myxomatose wird durch das Myxom-Virus verursacht und kommt in ganz Deutschland vor. Die Hauptüberträger vom Wild- auf das Hauskaninchen sind Stechmücken, die den Virus durch das Blut eines infizierten Tieres aufnehmen und dann auf andere übertragen. Die Krankheit kann auch durch direkten Kontakt von Tier zu Tier oder mit verseuchten Gegenstände erfolgen. Der Krankheitsverlauf endet bei der Hälfte der Fälle tödlich.
RHD ist eine hämorrhagische Krankheit die sehr schnell, innerhalb eines Tages, zum Tod durch innere Blutungen führt. Die Übertragung erfolgt durch Grünfutter, Haare oder Kot in denen der Erreger tagelang ansteckungsfähig bleiben kann. Die Krankheit kommt in unterschiedlichen Regionen Deutschlands vor, z.Zt. in Norddeutschland sowie Brandenburg, weshalb Kaninchenbesitzer, die frisches Gras im Umland Berlins schneiden, ihr Tier auf jeden Fall impfen lassen sollten.
Die erste Impfung eines Tieres sollte nicht vor der 12. Lebenswoche geschehen. Der Schutz baut sich innerhalb von 3 Wochen auf und besteht bei der Myxomatose ein halbes Jahr und bei RHD ein ganzes Jahr. Es reicht in Berlin jedoch aus, wenn das Tier einmal im Jahr im Frühjahr gegen Myxomatose geimpft wird. So besteht der Schutz in den gefährlichen warmen Monaten, im Winter kommen keine Stechmücken vor.
RHD muss bei einem jungen Kaninchen nach drei bis vier Wochen noch einmal geimpft werden, die sog. Grundimmunisierung, danach ist es ausreichend, wenn das Tier in einem Jahresrhythmus geimpft wird.
Bevor man das Kaninchen impft wird eine Allgemeinuntersuchung gemacht, kranke Tiere dürfen nicht geimpft werden. Ist das Tier gesund, so wird er Impfstoff subcutan gespritzt.
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