Wieder 21 000 Nashörner
Wieder 21 000 Nashörner
Die Nashorn-Bestände in Afrika sind auf eine Größe angewachsen, die seit Jahrzehnten nicht erreicht wurde. Das meldet die Internationale Naturschutzunion IUCN. Demnach leben derzeit mehr als 21 000 Nashörner auf dem schwarzen Kontinent. Allein die Population des Weißen oder Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) sei von 14 540 im Jahr 2005 auf 17 480 im Jahr 2007 angewachsen.
Doch eine Unterart, das Nördliche Weiße Nashorn (Ceratotherium simum cottoni), profitierte offenbar nicht von den besseren Lebenschancen. Es ist wahrscheinlich ausgerottet. Von der Unterart existierten im Garamba-National-Park im Nordosten des Kongos, dem letzten Verbreitungsgebiet des Nashorns, im August 2006 nur noch vier Exemplare. Im Mai 2008 hatte die Zoologische Gesellschaft Frankfurt nach einer Suche in dem Park kein Tier mehr entdeckt. Schuld an der Ausrottung sind Wilderer, die es auf das Horn abgesehen haben.
Gute Nachrichten gibt es aber für die afrikanischen Schwarzen oder Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis). Auch ihre Zahl hat sich gesteigert, von 3730 im Jahr 2005 auf 4180 vor einem Jahr. Allerdings befinden sie sich weiterhin auf der Roten Liste der IUCN für gefährdete Tiere. Die meisten Exemplare dieser Unterart leben in Simbabwe, Südafrika, Namibia und Kenia.
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