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Der erste Luchs in der Lüneburger Heide?
Wildtier Wanderungsbewegungen
Der erste Luchs in der Lüneburger Heide?
Möglicherweise hat sich eines der im Harz ausgewilderten Tiere nach Norden aufgemacht.
Clausthal-Zellerfeld/Celle -
Einer der im Harz frei lebenden Luchse ist offenbar bis in die Lüneburger Heide gewandert. Es gebe Meldungen, wonach ein Tier im Landkreis Celle gesehen worden sei, sagte gestern der Koordinator des Wiederansiedlungs-Projekts, Ole Anders. Die "Cellesche Zeitung" hatte berichtet, ein Augenzeuge habe den Luchs gesehen. Zudem gebe es Beutetiere mit den typischen Riss-Spuren. Es sei denkbar, dass eines der Raubtiere tatsächlich aus dem Harz bis in die Heide gelangt sei, sagte Anders. Ein zweifelsfreier Beweis dafür liege aber noch nicht vor.
Unterdessen gebe es aus dem Raum Clausthal-Zellerfeld sichere Hinweise auf das erste in diesem Jahr geborene Luchs-Junge im Harz, sagte Anders. Ein Jäger habe eine Luchsin mit einem Jungtier beobachtet.
Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes waren im Jahr 2000 die ersten Luchse im Harz ausgewildert worden. Seither wurden rund zwei Dutzend Tiere in die Freiheit entlassen. Bereits 2002 waren die ersten "freien" Luchse im Harz geboren worden. Inzwischen ist der Bestand nach Einschätzung von Anders so groß, dass er auch ohne weitere Auswilderungen überleben kann. Einzelne Tiere wurden schon weitab des Harzes gesichtet.
Um mehr Erkenntnisse über die Wanderungen der Luchse zu erhalten, wurde in diesem Frühjahr ein Tier mit satellitengestützter GPS-Technik ausgerüstet. Nachdem es im Nordharz bei Bad Harzburg in einer Spezialfalle gefangen worden war, erhielt es ein Senderhalsband. Dieser Luchs halte sich inzwischen vorwiegend im thüringischen Südharz auf und bewege sich in einem größeren Radius rund um Ilfeld. Mehr Tiere sollen mit der Technik ausgestattet werden.
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