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Minen-Detektor warnt Delphine vor Netzen
Minen-Detektor warnt Delphine vor Netzen
Rund 350 000 Delfine und Wale verheddern sich jedes Jahr in den Maschen von Fischernetzen und sterben eines qualvollen Todes. Das ist die offizielle Statistik, die mit einer hohen Dunkelziffer behaftet ist. In Wirklichkeit, schätzen Unweltschützer, könnten eine Million Meeressäuger als Beifang in den Netzen umkommen. Zwar sind die Tiere mit einem Sonar ausgestattet, einem körpereigenem Schallsystem zur Orientierung unter Wasser, doch dieses erkennt die Hindernisse nicht früh genug.
Den Tieren kann geholfen werden. Eine Technologie des britischen Militärs soll ihnen zugute kommen. Ein Gerät des Defence Science and Technology Laboratory (DSTL), das eigentlich Schiffe sicher durch Minenfelder bringt, scheint geeignet, Delfine und Wale von den Netzen fernzuhalten.
Das Gerät ist etwa so groß wie ein Fussball, wird an Netzen befestigt und reflektiert Sonar-Signale. Auftreffende Geräusche werden ohne große Verluste an die Tiere zurückgesandt. „Sie werden merken, dass da etwas ist und nicht einfach drauflos schwimmen,“ erklärt Entwickler Carl Tiltman.
Umweltschützer reagieren allerdings verhalten auf die Erfindung. Sie sei zwar sinnvoll, das eigentliche Problem liege aber in der Fischerei. Die muss auf Dauer umgestellt werden, fordern sie. Der großen Schleppnetze der Trawler nehmen alles mit, was ihnen in den Weg kommt – Kritiker vergleichen sie mit „Staubsaugern“, mit denen die Meere leergefischt werden. :36_20_6:
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