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Alt 09.05.2008, 10:00
kilometerfresser
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Massensterben der Bienen im Rheintal

Massensterben der Bienen im Rheintal - Ist ein neues Insektizid schuld?
Eine Biene sitzt auf einem Löwenzahn: Nach der Varroa-Milbe, die jeden Winter den Insekten zusetzt, bedroht nun ein behandelter Mais die Völker im Rheintal.
Berlin -

Im badischen Rheintal stehen die Obstbäume zwar längst in voller Blütenpracht. Doch in den Kronen ist es erschreckend still: Es fehlt das Summen der Bienen.

Hektik herrscht dagegen in der Geschäftsstelle des Landesverbands Badischer Imker in Appenweier. Dort rufen immer mehr der landesweit rund 7000 Imker an und klagen über ein massives Bienensterben entlang der Rheinlinie. Der plötzliche millionenfache Tod in den Bienenstöcken setzte unvermittelt mit der Mais-Aussaat ein. Viele der Samenkörner waren zur Insekten-Bekämpfung mit dem Nervengift Clothianidin der Firma BayerCropscience gebeizt.

Der Imker-Verband spricht vom schlimmsten Bienensterben in der Region "seit 30 Jahren". Den Verdacht gegen das Nervengift aus dem Bayer-Konzern begründet der stellvertretende Verbandsvorsitzende Manfred Raff mit ähnlichen Erfahrungen italienischer Imker, bei denen die Mais-Aussaat schon vor einigen Wochen erfolgte. Dort fand sich in verendeten Bienen das Clothianidin. Es ist dem Verband zufolge Bestandteil des Agrargiftes Poncho Pro, welches für das Beizen des Mais-Saatgutes verwendet wird. Die Imker vermuten nun, dass die von den Saatmaschinen aufgewirbelten Stäube auf blühende Rapsfelder und Blumenwiesen wehten, wo das Gift von den Bienen aufgenommen wurde.

Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund weist darauf hin, dass Clothianidin in Deutschland mittlerweile zugelassen wurde für Kartoffeln, Mais, Zucker- und Futterrüben, Getreide und Raps. Internationalen Studien zufolge baue sich das Gift aber kaum ab. Es könne sich deshalb im Boden jedes Jahr stärker ansammeln und wegen seiner guten Wasserlöslichkeit etwa in Bodensenken noch höher konzentriert sein. Wie gefährlich Clothianidin eingeschätzt wird, zeigt auch eine Warnung der französischen Veterinärämter: Darin rieten sie den Imkern, die Gebiete, in welchen das Gift eingesetzt wurde, für Jahre zu meiden.
 
  #2
Alt 10.05.2008, 07:44
Hundeforum Fan
 
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Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
AW: Massensterben der Bienen im Rheintal

Ich verstehe schon, dass man die Saat gegen Schädlinge schützen will. Aber dabei muss doch auf Umweltverträglichkeit geachtet werden. Was nützt uns kräftiger Mais, wenn die Bienen getötet werden und das Grundwasser verseucht wird.
Die Menschen zerstören doch wirklich alles.
Sie wollen so schlau sein und sind doch die dümmsten Lebewesen!
Arwen ist offline  
  #3
Alt 10.05.2008, 09:01
kilometerfresser
Gast
 
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AW: Massensterben der Bienen im Rheintal

Ich hab doch grad ein Erdhummelnest im Garten auf dem Rasen entdeckt.Das ist voll lustig zu beobachten.Ein Kommen und gehen den ganzen Tag.Die Stelle ist jetzt erstmal Rasenmähfrei.Hummeln sind wirklich hübsche Tiere !
 
 
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