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Alt 10.01.2008, 20:39
Blues
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Beiträge im Hundeforum: n/a
Rangordnung Dominanz bei Hunden

Rangordnung Dominanz bei Hunden

Das Thema Rangordnung ist für uns ein sehr wichtiges Thema in Bezug auf die Beziehung Mensch und Hund. Das Vertrauen zwischen Mensch und Hund, aber auch die richtige Rangordnung zwischen dominantes verhaltenMensch und Hund sind die absoluten Grundvoraussetzungen, um darauf eine richtige „Partnerschaft“ Mensch/Hund aufzubauen.

Ein Hund braucht klare Grenzen; er kennt nur schwarz und weiß und keine Grauzonen. Man tut einem Hund auf gar keinen Fall einen Gefallen, wenn man es ihm überlässt „Entscheidungen“ zu treffen oder man ihn einfach „gewähren lässt“. Er braucht eine ganz klare Ansage.

Auch darf man in keiner Situation Angst vor seinem Hund haben. Dies merkt ein Hund sofort und wird es unter Umständen auch ausnutzen.

Man kann einem Welpen schon im „Welpenalter“ liebevoll und konsequent zeigen, wie weit er gehen darf.

Ein Beispiel:
Wie oft kommt es nicht vor, dass ein Welpe knurrt, wenn er ein Knochen o. ä. hat und man ihm zu nahe kommt. Dies ist völlig normal im Welpenalter, aber gewähren darf man dies nicht, da er dieses Verhalten sonst auch als erwachsener Hund zeigen würde.

Oh Schreck mein Hund ist dominant oder mein Gott haben Sie aber einen dominanten Hund!
Sicher haben schon einige Hundebesitzer diese Bemerkungen über sich ergehen lassen müssen oder aber auch über ihren eigenen Hund gedacht. Oft wird dieses dominante Verhalten damit begründet, dass mit dem Hund etwas nicht stimmt. Dies ist so nicht richtig. In den meisten Fällen wurden schon in der Grunderziehung gravierende Fehler gemacht, die später dann nur mit sehr großen Schwierigkeiten zu berichtigen sind.
Wichtig ist, bereits im Welpenalter zu erkennen, was zu Unarten werden könnten und was nicht. Dies ist nicht immer einfach und manchmal schleicht sich doch später etwas ein, weil man es einfach nicht früh genug erkannt hat. Aber so geht es auch den erfahrensten Hundehaltern, denn jeder Hundewelpe ist anders.
Jeder kennt den begriff Alpha-Tier. Das Alpha-Tier ist der Rudelführer, das Leittier eines Rudels. Alpha-Tiere sind in der Regel die kräftigsten und erfahrensten Tiere des Rudels. Je nach Hunderasse oder Hundecharakter ist dieses Verhalten mehr oder weniger ausgeprägt. Manche Hunde machen auch gar keine Ansätze, die Rudelherrschaft an sich zu reißen.

!!Buchtipp!!
Freundschaft statt Dominanz. Den Hund ohne Fesseln binden
Sie müssen nicht ständig den Boss herauskehren, damit Ihr Hund Sie akzeptiert. Viel fester werden die Bande zwischen Mensch und Hund, wenn sie mit Vertrauen, Freundschaft, Akzeptanz und einer Portion geschickter Diplomatie geknüpft sind.



Die meisten Hunde werden irgendwann einmal versuchen, ihre Grenzen herauszufinden und hier gilt es, den Hund konsequent mit der nötigen Härte in die Schranken zu weisen; sonst wird sich dies mit Sicherheit sehr negativ auf das weitere Zusammenleben zwischen Hund und Mensch auswirken.
Dies kann sogar soweit gehen, dass der Hund versucht, gegen Sie zu gehen und hier gilt es schnell zu reagieren. Wichtig ist es natürlich hierbei zu erkennen, ob wir den Hund situationsbedingt zu arg in die Enge getrieben haben, so dass er aus diesem Grund den Schritt nach vorne gegangen ist oder ob es einfach ein rein aggressives Verhalten Ihnen gegenüber ist (was natürlich erheblich schlimmer wäre – hier würde ich unbedingt die Hinzuziehen eines geschulten Hundetrainers empfehlen).

Meine Frau hat hier schon ein Schlüsselerlebnis mit Janosch gehabt und hat – obwohl der Überraschungseffekt auf Janoschs Seite lag – sehr schnell reagiert, so dass die Fronten danach völlig geklärt waren.

Meine Frau war mit Janosch auf dem Hundeplatz das Ablegen trainieren (ein Hund muß während der BH-Prüfung ca. 15 Minuten in freier Ablage liegen; der Hundeführer steht ca. 30 Meter vom Hund entfernt). Diese Übung haßt Janosch. Für Ihn bedeutet Hundeplatz arbeiten und Spaß haben, d. h. seine Erwartungshaltung ist extrem groß. Janosch ist an diesem Tag immer wieder aufgestanden und zu meiner Frau gerannt, die ihn immer wieder zurückbrachte. Der Hund war genervt und meine Frau natürlich entsprechend auch. An diesem Abend hat der Hund – nachdem er mit dem Aufstehen – kein Erfolg hatte, einfach angefangen aufzustehen in die andere Richtung zu laufen, zu schnuppern, wegzurennen – Dies bedeutet wieder Hund holen, zurück und wieder ablegen, denn abbrechen würde bedeuten, dass der Hund gewonnen hätte. Zu diesem Zeitpunkt kam eine weitere Person auf den Platz, den der Janosch sehr mag und er ist dann sofort aufgestanden, zu ihm hingelaufen und wollte ihn begrüßen. Diese Person hat ihn selbstverständlich in dieser Situation nicht begrüßt sondern die Arme verschränkt und den Hund quasi weggedrückt; meine Frau war nun entsprechend genervt (es fing schon an dunkel zu werden) und hat natürlich dann auch hiermit viel zu viel Druck auf den Hund ausgeübt, indem sie ihn entgegengerannt ist und versucht hat ihm Streß zu machen, damit er sich wieder hinlegt. Das Ganze dauerte nun schon eine ganze Weile.

Das war dann einfach zu viel für den Hund und er ging gegen die ihm so bekannte, geliebte Person. Er hat den Kamm gestellt, hat die Zähne gefletscht und hat versucht die Person zu stellen. Er hat nicht gebissen, aber die Situation wirkte äußerst bedrohlich! Ich denke hier gibt es bei Hunden zwei Verhaltensweisen: der ängstliche Hund würde in solch einer Situation kapitulieren, aber ein selbstbewusster, dominanter Hund kann hier durchaus den Schritt nach vorne wagen.

Meine Frau, die dieses Verhalten in keinster Weise dulden konnte ist dazwischengegangen und aufgrund der extrem aufgeheizten Situation,ist Janosch nun gegen sie gegangen. Auch hier hat er nicht gebissen, aber genau das selbe Verhalten gezeigt wie oben.

Was tun in solch einer Situation?
Meine Frau hat Janosch an beiden Seiten vom Hals gepackt, ihn auf den Rücken geworfen, hat sich dann auf den Hund gesetzt und hat ihm (so hart es auch klingen mag) den Hals zugedrückt. Erst als er absolut ruhig war (er sich auch nicht mehr bewegt hat), hat sie ihn losgelassen! Die Fronten waren nun geklärt!

Natürlich haben hier die Fehler von meiner Frau aber auch von der anderen Person dazugeführt, dass der Hund so reagiert hat. Er wusste einfach nicht weiter und wollte so zeigen wie arg ihm die ganze Situation stinkt, aber nichtsdestotrotz kann und darf man ein solches Verhalten nicht dulden.

Ich muß dazu sagen, dass es vorher noch nie ein Zeichen gegeben hat, dass uns signalisiert hätte, dass es hier ein Rangordnungsproblem zwischen meiner Frau und Janosch gäbe. Ganz im Gegenteil, Janosch ist extrem gut sozialisiert und hat in unserer Familie ohne wenn und aber sofort gewusst, wo sein Platz ist – also daran lag es mit Sicherheit nicht, sondern einfach an der sehr unglücklichen Situation.

An diesem Abend ist meine Frau um eine Erfahrung reicher vom Platz gegangen, aber auch mit der Erkenntnis, dass ein Hund immer noch ein Tier ist und wenn sie uns wirklich weh tun wollten, dann könnten sie das mit Sicherheit tun!

Ich möchte mit diesem Beitrag einfach aufzeigen, wie wichtig es ist, sich mit einem Hund und seinem Verhalten auseinanderzusetzen.

Wenn Sie sich unsicher sind, dann fragen Sie einfach Ihren Welpentrainer in der Hundeschule oder auf dem Hundeplatz – dieser wird Ihnen gerne Auskunft geben.

Heute gibt es auch die Möglichkeit, sich einen „privaten“ Hundetrainer „zu engagieren“. Dies macht auf jeden Fall Sinn, wenn man sich unsicher fühlt, denn der „private“ Hundetrainer hat – entgegen der Hundetrainer auf dem Hundeplatz – die Möglichkeit, Ihnen im Alltag über die Schulter zu schauen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, aber !ACHTUNG!: Informieren Sie sich unbedingt im Vorfeld über die Qualifikationen Ihres „privaten“ Hundetrainers, denn Hundetrainer kann sich jeder nennen, da dies kein geschützter Name ist! Denn auch der liebste Hund ist dennoch ein Tier – wenn auch domestiziert – und es kann wirklich so viel bei falscher Ausbildung und falschem Training schief gehen!

Hunde lauern auf unsere Inkonsequenz, um diese mit Konsequenz auszunutzen!
Autorität überzeugt, nicht aber autoritäres Machtgehabe.
Wer seinem Hund mit drakonischen Zwangsmaßnahmen, Gewaltausbrüchen, Härte, Druck, Strafe, Schlagen, Schreien, Schimpfen und barschem Kommandieren zeigen will, wer der Herr im Hause ist, hat die Schlacht schon von vornherein verloren.
 
  #2
Alt 10.01.2008, 21:23
Peanuts
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Das ist ein sehr schöner Beitrag, Blues. Ich dachte, euer weißer Riese heißt Charly, deshalb musste ich bei dem Namen Janosch erst mal stutzen.
Na, vielleicht hieß der Vorgänger Janosch?
Jedenfalls stimme ich dir voll und ganz zu. Das geschilderte ist ja auch eine Extremsituation gewesen und man darf nicht vergessen, dass eine solch drastische Zurechtweisung in Sachen Rangstellung normalerweise nur einmal notwendig ist. Es gibt in so einem Fall bestimmt auch schonmal einen Augenzeugen, der mit Anzeige und Tierschutzverein droht, - gut sich dann dran zu erinnern, dass es in Straßenrudeln mitunter auch sehr laut und aggressiv zugeht, dass es aber meist schlimmer aussieht, als es in Wirklichkeit ist.
Bei einem Hund, den es zu unterwerfen oder zurechtzuweisen gilt, ist der Moment der Wahrheit gekommen, wenn man ihm (als Gegner) in die Augen starrt und er den Blick abwendet und/oder beginnt, sich "verlegen" das Maul zu lecken.
Dann kann man unter Fortsetzung des anstarrens den Griff lockern und sich aus der Situation zurückziehen.
Schwierig ist so ein Manöver allerdings bei einem Hund, den man nicht kennt oder von dem man weiß, dass er versuchen wird, zuzupacken.
Wir haben im Tierheim gelegentlich so einen Schweinehund, wo man dann erst mal sortieren muss, ob er seinen Platz oder sein Futter verteidigt, ob er nur unsicher ist oder wirklich ein Beisser..... aber das sind ja wieder andere Welten...
 
  #3
Alt 10.01.2008, 21:29
Blues
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ist nicht von mir der beitrag den habe ich gerade beim surfen gefunden und dachte mir den nimmste mal mit.

charlys vorgänger hieß prinze und war ein amerikanischer tricolor colli , ich habe es echt mit den exoten:36_12_21:
 
 
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