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  #1
Alt 01.09.2008, 07:53
mecss
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Unglücklich Zwei Hunde in der Familie und die Zickereien

Zur Vorgeschichte, wie einige wissen, haben wir zwei Hunde, einmal Tequila den Westie und Bonita den Foxl. In der Vergangenheit war es immer so, dass Tequila zu hause die Chefin war und Bonita draussen es probierte bzw. war.
In letzter Zeit beanspruchte Bonita die Herrschaft auch in unserem neuen Zuhause bzw. seit wir umgezogen waren, mussten die Reviere neu abgesteckt werden. Tequila sollte ihren Thron nicht behalten. Immer wieder kam es zu kleineren Zankereien, wobei Tequila den Kürzeren zog, aaaaaabeer gestern kam es zum Showdown, bei dem Bonita eindeutig verlor.
Mir wurde ja immer gesagt, dass man sich bei den Streitereien nicht einmischen sollte, also haben wir das auch nicht getan, wobei wir auf einmal ein Quieken gehört haben und ich dachte, dass Bonita wieder zu fest gebissen hatte, ich also sie wegnahm, weil das zum Teil sehr brutal aussah wie Bonita vorging, aber nix da, plötzlich sahen wir, dass Bonita mit ihrem linken Bein hinkte und eine große und eine kleinere Wunde hatte.
Die Wunden sahen schlimmer aus als sie waren. Stoppte ja auch schnell, nun ist es aber so, dass sie immer noch hinkt und der Bereich, wo die Wunde ist, ein bissel dick ist, wobei es ihr heute wieder psychisch besser geht und wieder so aufgeweckt ist wie vorher. Denn gestern wirkte sie schon ein wenig apathisch. Soll ich noch warten oder gleich zum TA laufen? Wir kühlen es die ganze Zeit, weil vlt. damit die Schwellung zurück geht.
Das einzig Gute ist, dass Tequila jetzt wieder Ruhe hat und nicht mehr so eingeschüchtert ist, aber das tränende Auge an der Geschicht ist, die Verletzung Bonitas, aber ihr hättet mal Tequila sehen müssen, wie rührend sie sich um Bonita gekümmert hatte, obwohl sie eigentlich keine wahre Schuld traf, da sie sich nur verteidigte, zeigte sie uns schon, dass sie ein schlechtes Gewissen habe. Das war der gestrige Sonntag...

i.d.S. mecss
 
  #2
Alt 01.09.2008, 12:52
kilometerfresser
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Ja die Zickerei.Aber jetzt sind die Grenzen wohl gesteckt !!
 
  #3
Alt 01.09.2008, 15:56
Peanuts
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Na, das war dann aber sicher auch die Spitze vom Eisberg, ich denk nicht, dass die Beissereien nun öfters vorkommen oder so.
Ich vermute mal, dass Bonita die Kleine auch gründlich genervt hat, so dass sie es herausgefordert hat, die Grenze gezeigt zu kriegen und auf Grund der Verletzung wird sie es nun wohl auch begriffen haben.
Weiber sind da auch noch nen Tacken schlimmer als Jungs, auch wenn sie letztlich auch "nur" drohen, - sie sind einfach zickiger.
Aber grundsätzlich wissen bei uns alle, dass stänkern verboten ist und ich finde es auch nicht ganz korrekt, wenn man überhaupt nicht eingreift.
Genauso wie man seinen Kindern ein gewisses Sozialverhalten beibringen muss, indem man ihnen z.B. zeigt, dass man Konflikte friedlich und verbal lösen kann, anstatt mit Fäusten und Waffen, muss man seinen Hunden (Rudelmitgliedern) auch zeigen, dass man Stänkereien und Zickereien nicht duldet.
Klar müssen sie eine Chance haben, ihre eigene Rudelposition zu erarbeiten, aber doch nicht jeden Tag.
Wenn unsere Laika z.B., die von der ganzen Körperhaltung her das Alphatier im Rudel demonstriert, sich in dieser Haltung Leslie nähert, deren Körperhaltung Demut und Friedfertigkeit ausstrahlt, dann kriegt sie von mir eine freundliche, aber ernst gemeinte Ermahnung, bei der ich Laika auch in die Augen schaue und ihr somit klar mache, dass ich die Überlegene bin und sie Frieden zu halten hat, weil es keinen Grund für ihre Oberschwester-Allüren gibt.
Einmal haben sich die beiden richtig in die Wolle gekriegt, das war zu einem Zeitpunkt, als unten im Quarantänekeller gerade neue Ungarnhunde waren. Dann ist das Rudel oben sowieso immer ziemlich nervös und unruhig und es kommt schneller zum Streit als sonst.
Es ging dabei nur um so ein doofes Leckerchen (Trockenpansen), das sie sowieso jeden Tag ein paarmal kriegen.
Da bin ich dann allerdings ganz energisch dazwischen gegangen und gerade rechtzeitig, weil Laika mit den Zähnen gefährlich nahe an Leslies Augenlid war.
Sowat gibbet bei mir nicht und selbstverständlich rupfe ich die Trullas dann auseinander. Leslie ist sowieso die, die immer nachgibt, das muss absolut nicht sein, dass sie dann auch noch ernsthaft verletzt wird.
 
  #4
Alt 01.09.2008, 22:35
mecss
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Normalerweise sind bisher, wenn wir noch rechtzeitig da waren bzw. es bemerkt haben, dazwischen gegangen bzw. haben gezeigt, dass das so nicht geht, aber als ich den Streit bemerkte, waren die schon zugange und ich wollte nicht dazwischen, weil es schon sehr heftig zu ging. Zuerst dachten wir auch, dass Tequila jaulte und Bonita wieder übermütig zubiss, aber wie gesagt stellte sich heraus, dass unsere Tequila, wenn sie will, auch gut zu beißen kann, denn Tequila hat nicht so spitze Zähne wie Bonita, aber man merkt, dass Tequila es seelisch besser geht. Sie ist nicht mehr eingeschüchtert, so wie früher, wenn Bonita stänkern wollte, eher umgekehrt. Ihrer Pfote geht es besser und Bonita ist wieder sehr lebhaft geworden, obwohl sie noch hinkt, aber ab und an tritt sie mit der Pfote auf. Ich denke, wir werden sie nicht zum TA bringen, da der wohl nicht mehr anrichten wird, außer einen Verband und Salbe drauf zu machen. Die Schwellung ist auch schon sehr gut runter gegangen...
Warten wir mal die nächsten Tage ab...

i.d.S. mecss
 
  #5
Alt 02.09.2008, 09:02
Hundeforum Fan
 
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Registriert seit: 09.05.2009
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Es sieht so aus, als ob deine Mädels den klärenden Streit gebraucht hätten. Nun sind hoffentlich die Fronten geklärt.
Bei meinen Hunde gehe ich grundsätzlich dazwischen, wenn es in irgendeiner Weise aggressiv wird. Meist ist Lion der Streithammel. Er kann nur froh sein, dass Odin total gutmütig ist.

Wenn meine Hunde Wunden haben, dann reinige ich sie sofort mit Betaisadonna. So verhindere ich, dass sie sich entzünden. Im Fell der Hunde sind doch sehr viele Keime.

Bonita wünschen wir weiterhin "Gute Besserung"!
Arwen ist offline  
  #6
Alt 02.09.2008, 21:46
Jaybiene
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Ich kann mir gut vorstellen, dass nun die Fronten unter den beiden "Streithammeln" erstmal geklärt sind und Ruhe eintritt.

Es kann sein, dass so etwas in dieser Heftigkeit nie wieder passiert und derartige Verletzungen gar nicht mehr vorkommen.
Ich meine, abgesehen von der einen oder anderen Schramme vielleicht, schließlich handelt es sich um zwei Terrier-Damen. :spruce_up:

mecss, beide Hunde sind noch jung und deshalb in der Auseinandersetzung wild und unerfahren.
Nun wissen die zwei aber sicher etwas mehr über sich, ihren Platz im Rudel und was man bei der nächsten Rangelei vielleicht besser sein lässt. :0002011A:

Denn Hunde sind sehr sozial eingestellte Tiere, deshalb wird es schon werden mit den beiden! :great:

Deine Bonita habe ich ja kennen gelernt und sie ist wirklich ein sehr netter und sympathischer Hund.
Ich wünsche Bonita und Tequila, dass alle körperlichen und seelischen Blessuren ganz schnell vergessen sind! :36_3_16:
 
  #7
Alt 09.11.2008, 20:08
mecss
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Unglücklich Wieder gefährliche Hundeattacken

Gestern ist es wieder passiert und die beiden sind voll auf einander losgegangen. Wobei Tequila der Auslöser war. Sie fühlte sich mal wieder von Bonita bedrängt und zeigte gleich die Zähne. Dann eine ruckartige Bewegung von Tequila und wumm gingen sie auf einander los, wobei mal wieder Boni den Kürzeren zog. Aber das Schlimmste kommt noch und zwar heute hatten deren Auseinandersetzungen bzw. Kämpfe ihren Höhenpunkt.
Wir waren bei meinen Schwiegereltern in spe und Sara war zuerst mit Tequila und dann mit Boni kurz draußen wegen Gassi. Soweit so gut, Boni kam rein und Tequila war mal wieder zu lebhaft. Boni bedrängte sie wieder mal und Tequila war wieder sofort auf agro. Und dann ging es auf einmal los. Man konnte gar nicht so schnell reagieren bzw. sehen, wer wem im Nacken biss. Es war sehr schlimm. Ich schlug auf Bonita und Sara auf Tequila, da beide sich festgebissen hatten und nicht mehr losließen und alle Anstrengungen nichts brachten. Selbst das Beschmeissen mit Wasser half nichts. Dann sah ich schon das Blut, von wem nicht erkennbar. Sara's Vater griff dann in die Schnauze von Bonita und sperrte mit den Händen die Schnauze auf. Ich sah schon Blut in Tequilas Schnauze und auf ihrem Rücken...aber am Ende hatte sie wieder nichts, sondern musste wohl in die Schnauze von Boni gebissen haben und das Blut tropfte dann von ihr auf das Fell von Tequila. Man mag es nicht glauben, aber Boni, die größer ist und längere Zähne als Tequila hat, schafft es eben nicht durch das dicke Fell von Tequila durchzukommen. Dafür leider Tequila, die sowohl in die Schnauze, in die Wange und in den Pfote von Boni gebissen hatte und über den Auge hatte sie auch kleine Blessuren. Jetzt humpelt die Jüngste...ich bin echt am Verzweifeln und daher hatte ich heute Mittag noch den Entschluss gefasst, Boni abzugeben, denn die Gesundheit der Hunde geht über menschliche Liebe hinaus...dann hatte ich heute mit Ky! telefoniert und er meinte, dass die Yorkscher seiner Mutter das auch ab und zu haben und man das schon mit professioneller Hilfe hin bekommen könnte.
Nachdem Sara und ich mit dem Heulen aufgehört hatten, machte mir das ein wenig Mut, aber so richtig beruhigt bin ich immer noch nicht. Falls wir keine Lösung finden sollten, werden wir uns von einen der Hunde trennen müssen...der Gedanke darüber bringt mich schon wieder zum Weinen...achso, ich muss noch sagen, dass beide anscheinend ihre Tage bekommen, könnte das auch auslösend sein und was wäre, wenn wir beide kastrieren würden, würden die dann ruhiger werden?...

i.d.S. mecss
 
  #8
Alt 09.11.2008, 22:02
Peanuts
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Werden die beiden in Kürze läufig oder ist eine der beiden grad läufig?
Kastrieren hilft dann in dem Fall bestimmt. Müssen je nicht beide zugleich kastriert werden, (ist ja auch ne Kostenfrage.). Ich würde zuerst die kastrieren lassen, die mit der stänkerei anfängt, aber da musst du schon sehr genau hingucken, denn anfangen tut so ein Streit meist damit, dass einer der Hunde provokativ starrt und der ander nur drauf anspringt, was eben aber nur die Re-aktion auf die Provokation ist.
 
  #9
Alt 10.11.2008, 08:59
kilometerfresser
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Ich war ganz schön geschockt als mecss mich anrief.Das ist natürlich eine heikle Situation. Also ich würde es auf alle Fälle erstmal mit Kastration versuchen. Vieleicht wird´s dann besser. Hoffentlich. Ich drück die Daumen !!!
 
  #10
Alt 10.11.2008, 09:55
mecss
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Anscheinend werden beide demnächst läufig, da ihre Mumus dick sind. Bonita versucht ja auch ständig Tequila zu dominieren und die lässt nicht locker und geht dann sofort auf agro, was dann wieder zwangsläufig in eine Keilerei endet...sobald wir das sehen, intervenieren wir natürlich, aber wir sind ja auch nicht immer hier...habe mich mal in den Weiten des Inet umgesehen und viele raten eine Kastration. Jetzt ist mein Mäuschen auch soweit bereit die kleinen Mädels kastrieren zu lassen...


i.d.S. mecss
 
  #11
Alt 10.11.2008, 09:57
kilometerfresser
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Tysson hat das auch noch vor sich...wenn das Geld dafür da ist.
 
  #12
Alt 10.11.2008, 10:08
mecss
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Verhaltensbedingt ist der Vorteil bei Rüden angeblich höher als bei Hündinnen laut Inet, wollen wir es mal hoffen...


i.d.S. mecss
 
  #13
Alt 10.11.2008, 13:10
Peanuts
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Das stimmt nicht. Auch Hündinnen verändern nach der Kastration ihr Verhalten ganz gravierend, das wirst du garantiert sehen, sobald die dominantere der beiden mal kastriert ist.
Du kannst, wenn du die Nerven dazu hast, auch abwarten, denn sobald die zwei Damen mal ca. 2-3 Jahre alt sind, also beide einige Male läufig gewesen sind, arangieren sie sich mit einander und dann ist weitestgehend Ruhe im Saal - außer eben in den Zeiten, wo beide läufig sind (also ca. 3 Wochen vor der Läufigkeit bis zu deren Ende)
Wenn du nur eine der beiden kastrieren lässt, solltest du die nehmen, die immer wieder anfängt zu stänkern,obwohl sie die Rudelführung garnicht inne hat - aber du musst eben damit rechnen, dass sie danach dann "garnichts mehr zu sagen hat". Kastration führt bei Hunden beiderlei Geschlechts leider auch manchmal zu einer Wesensveränderung zum Nachteil des Sozialverhaltens, sprich: Sie wird dann mit ihrer Rudelgenossin auskommen, aber möglicherweise nicht mehr so gut mit anderen Hunden.
Ist alles kein "Muss", sondern nur ein "kann sein".
Die zwei werden sich in eurer Abwesenheit höchst wahrscheinlich nie wirklich fetzen, da sich solche offenen Aggressionen fast immer in engem Zusammenhang um ein Konkurrenzobjekt entwickeln. Also um Futter oder um Aufmerksamkeit ihrer (oder anderer) Menschen.
Genau genommen - ich war zwar bei dem Vorfall nicht dabei und kann dies jetzt nur "einfach behaupten", aber meine zweijährige Tierheimerfahrung, sowie nun siebenjährige Erfahrung als Besitzerin zweier unkastrierter Hündinnen hat es mich gelehrt - möchte ich sogar behaupten, dass der Vorfall mit euren zweien nur deshalb so eskaliert ist, weil ihr eingegriffen habt und nicht die Nerven hattet, nicht einzugreifen.
Ich denke mal, eure Nerven waren aufgrund des Besuches bei den Schwiegereltern ohnehin schon etwas gespannt, denn man möchte sich ja gerne von der allerbesten Seite präsentieren und ist entsprechend nervös.
Dann braucht nur noch so ein Spannungsfaktor dazukommen, dass Sara sich mit ihrer Mutter nicht allzugut versteht (Mütter sind Töchtern gegenüber ja oft besonders kritisch und das erzeugt Spannungen ganz besonderer Art - wie ich aus eigener Erfahrung allzugut weiß!), dass sie also sowieso "aufgeladen" war - und zack! entstehen solche Dinger.
Hunde sind besonders sensible Wesen und spüren Spannungen ihrer Menschen lange bevor denen das selbst bewusst wird, aber naja... das ist ne andere Geschichte.
Hätten also alle gesagt: Finger weg, die beiden machen das schon!, dann wäre mit Sicherheit nicht sooo viel passiert.
Mit anderen Worten: Ich bin selbst kein großer Freund von Kastrationen bei Hündinnen, weil das immer auch ein großer Eingriff ins Hormonsystem ist und eben manchmal auch unerwünschte Folgen haben kann.
Wenn einer allerdings zu bequem ist, seine Hündin in der Zeit ihrer Standhitze besonders gut zu beaufsichtigen (bei gut erzogenen Hündinnen eigentl. garkein Problem!), der sollte zwecks unerwünschten Nachwuchses an eine Kastration denken. Aber sonst... gibt es eigentlich kein Problem, das man mit etwas Geduld und Konsequenz auch ohne Kasdtration hinkriegen könnte.
Wie wäre es, wenn ihr bei einem so spannungsgeladenen Besuch die Bonita erst mal ne viertel Stunde im Auto lasst und sie dann erst holt? So wird ihr quasi vermittelt, dass sie zwar dazu gehört, aber eben als Schlusslicht.
Nach menschlichem Ermessen hört sich das nicht nett an, aber es soll dazu dienen, dem Hund seinen Stellenwert zu verdeutlichen.
Genauso wie bei der Fütterung der "natürlich entwickelte" Status der beiden berücksichtigt wird, also der Leithündin - zumindest mal für eine ganze Weile, bis die Lektion sitzt - das Futter zuerst hingestellt wird. (das klappt natürlich nur, wenn sie das Futter nicht die ganze Zeit frei herumstehen haben).
Auf der anderen Seite habe ich ja zwei kastrierte Rüden. Das war einfach notwendig, damit wir nicht unsere Nerven und Wohnungstüren ruinieren lassen müssen, wenn die Hündinnen läufig sind!) Teddy, das ist der Schäferhundrüde ist (leider) mit 9 Monaten schon kastriert worden, wovon er anfangs eine deutliche Inkontinenz hatte, die sich aber mittlerweile eigentlich ohne Folgen erledigt hat. Auch hat er innerhalb des kleinen Vierer-Rudels die männliche Leitposition und nimmt diese auch wahr, indem er z.B. männliche Fremdbesuche (unaufdringlich) im Blick behält und notfalls auch deutlich zur Ordnung ruft.Er hat also trotz Frühkastration ein korrektes Sozialverhalten entwickelt, wenn auch möglicherweise nur deshalb, weil ich darauf geachtet und es gefördert habe.
Shiloh, mein türkischer Clown, der anfangs überhaupt kein Selbstbewusstsein hatte, wurde deshalb erst sehr spät mit knapp anderthalb Jahren kastriert, als es nicht mehr zu umgehen war, weil er erwachsen - also potent war und meine Hündinnen beide vor der Läufigkeit standen.
Auch er hat den Eingriff sowohl körperlich als auch psychisch gut überstanden, - deshalb: Wenn ihr das Gefühl habt, eine Kastration ist unumgänglich, dann lasst es machen. Müssen ja, wie bereits geschrieben, nicht beide zeitgleich kastriert werden.
 
  #14
Alt 10.11.2008, 17:20
mecss
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Also, erstmal möchte mich für eure Worte und insbesondere für deine Ma...dame Peanuts sehr bedanken, denn zum einen hat mir das Mut gemacht und zum anderen klang das doch sehr logisch.
Spannungen sind wohl gewesen, ob nun zwischen der Mutter und Sara, offensichtlich nicht erkennbar gewesen, weiß ich nicht, aber wohl hast du Recht, dass man bei solchen Besuchen doch irgendwie angespannt ist. Außerdem kam Sara wie gesagt mit Bonita vom Gassi und Tequila war wohl ein bissel eifersüchtig und wenn es bisher zu Streitereien kam, waren wir immer dabei, was mich deine Theorie bezüglich Aufmerksamkeit und Anerkennung weit bestätigen lässt.
Zum Thema Kastration von Hündinnen hatte ich eben im Netz gelesen, dass das Verhalten bei Rüden stärker Einfluss nimmt als bei Hündinnen, was nicht heißt, dass das Verhalten bei Hündinnen sich nicht ändert, aber es gäbe nun mal keine Garantie dafür, dass sich die holden Madels beruhigen würden. Trotzdem haben wir nun den Entschluss gefasst, die beiden kastrieren zu lassen, was mich schon beruhigt und freut, da dadurch auch das Risiko für einen Brustleistenkrebs minimiert werden kann und vielleicht auch das ungestüme Verhalten.

i.d.S. mecss
 
  #15
Alt 10.11.2008, 20:09
Peanuts
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Ich kenne sehr viele kastrierte Hündinnen. Solche, die früh kastriert wurden und solche, die "irgendwann im Erwachsenenalter mal" kastriert wurden und soweit ich das beurteilen kann, sind sie alle nur friedlicher geworden. Bis auf eine Bouvier des Flandres-Hündin, die nach dem ersten Wurf kastriert worden war und fortan mit allen anderen Hunden immer noch klar kam, nur nicht mit Welpen. Sie konnte einfach keine Welpen mehr leiden, hat ihnen nichts getan, fühlte sich aber sehr bedrängt und hat gemacht, dass sie weg kam.
Ich hab aber gerade ganz was anderes in deiner Antwort entdeckt: Sag mal, geht ihr mit den beiden getrennt Gassi??? Das ist nicht okay, dann ist es klar, warum es Spannungen gibt.
Schau, eure Hunde empfinden euch alle vier als "Rudel". Sie unterscheiden sehr wohl, dass die Zweibeiner über ihnen stehen, ebenso, wie sie unter den Vierbeinern ausmachen, wer im Rang höher ist.
Gassi gehen hat bei ihnen nichr nur die Bedeutung, dass sie zum pinkeln raus gehen, sondern es hat auch was damit zu tun, dass "das gesamte Rudel" auf die Jagd geht.
Dem entsprechend machen die meisten Hunde, wenn sie wissen, jetzt gehen wir raus, ein Riesentheater, das sich, wenn der Mensch nicht eingreift, so lange fortsetzt, bis sie alle draußen, ein paar Schritte gelaufen sind und sich als Rudel sozusagen "formiert" haben.
(unter uns gesagt: Meine Hunde machen das leider grundsätzlich, das ist ein Riesengetöse, aber seit ich weiß, dass es für sie was mit "Jagen gehen = Adrenalin aufbauen" zu tun hat, lasse ich sie und schau zu, dass wir schnell rauskommen und der Lärm sich legt.)
Wenn ich mit einem der anderen Hunde mal alleine weg muss - zum Tierarzt beispielsweise oder wenn ich zum Praktiker oder Obi gehe, nehme ich meist auch nur einen (wenn überhaupt, - aber es ist ein gutes Training für den Hund, nervlich stabil durch eine Menschenmenge zu gehen!) oder höchstens zwei mit und wenn ich dann wieder heim komme, wird der "Ausreißer" von unserer Laika erst mal abgeschnüffelt gecheckt, kontrolliert.. Und ich beobachte es gerade zwischen Leslie und Laike immer wieder, dass Leslie sich "duckt" und die Ohren anlegt und sich die Schnauze leckt, also deutliche Zeichen der Unterwerfung und der Beruhigung gibt.
Wenn sie das nicht täte, dann gäbe es zwischen meinen Weibern auch öfter Krach.
Von Teddy und Shiloh erwartet Laika das offensichtlich garnicht so deutlich.
Das hormonelle Gefüge zwischen den Hündinnen war bei uns damals, als Leslie, die ja die rangniedrigere ist, gedeckt wurde, ziemlich verändert. In der Zeit war sie auch nicht so "devot", sondern sie ruhte in sich selbst und war unantastbar. Sie ließ auch Laika überhaupt nicht in oder nahe an die Wurfkiste heran - und oh Wunder, die ließ sich von Leslie zurückweisen! Erst als die Welpen die Wurfkiste mit knapp 4 Wochen verließen und überall hinwatscheln konnten, gingen sie auch zu Laika - und die blühte voll auf im "Patentanten-Glück" und kümmerte sich liebevoller und geduldiger um die kleinen Terroristen, als ihre Mutter selbst.
Nun ja - als dann hormonell alles wieder beim alten war - sprich: als die Welpen aus dem Haus waren, nahm jede der Hündinnen auch ihre Rudelposition wieder ein.
Zurück zum Thema:
Ihr könnte es unterstützen, die Rudelposition zu stärken, indem ihr, wie gesagt, beim Füttern die Reihenfolge einhaltet. Die chefin kriegt zuerst, dann die andere.
Wenn das Rudel zum"jagen" geht, dann möglichst mit allen.
Unter euch Zweibeinern könnt ihr ja ruhig ausmachen, dass der eine Hund dem gehört und der andere Hund dem anderen, aber dieses "mein Hund und dein Hund" praktisch durchzuführen ist falsch. Das kann nur Spannuungen geben denn die Hunde wissen davon nichts. Für die seid ihr ein Vierer-Rudel.
Und wenn ausgerechnet der Rangniedrige dadurch priviligiert wird, dass er mit der Chefin zum "jagen" gehen darf, dann ist der Ärger vorprogrammiert, dann solltet ihr zumindest drauf gefasst sein, dass es Streit geben wird und das ist sehr schwierig, wenn man selbst nervlich angespannt ist und mit den Gedanken nicht beim Hund.
Genug geklugscheissert.
 
  #16
Alt 10.11.2008, 21:10
mecss
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Ich freue mich schon, wenn gleich Sara von der Schule kommt und das alles hier liest...das ging runter wie Öl...ich gehe prinzipiell mit beiden raus. Nicht, weil ich die Rudel-Theorie kannte, welche absolut logisch ist, sondern keine Lust habe jedes mal zweimal die zwei Stockwerke runter und hoch zu gehen. Außerdem finde ich es für das soziale Gefüge auch besser mit beiden zusammen Gassi zu gehen, aber da in der Vergangenheit Boni beim gemeinsamen Gassi gehen Stress machte, was sich inzwischen fast relativiert hat, wollte sich Sara diesen Stress nicht antun und geht seither immer getrennt mit den beiden, was ich persönlich nicht gut finde, obwohl sie weiß, dass es besser geworden ist, zwar zickt Boni draußen noch ein bissel rum, aber das geht schon. Oh, das wird geil gleich...aber deine Ausführungen leuchten mir ein und machen umso mehr Mut, dass sich die beiden in Zukunft besser verstehen werden...danke Ma...dame Peanuts...


i.d.S. mecss
 
 
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