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Gast
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:16_1_25:
Zwei Dinge habe ich in meinem Leben gelernt. Katzen klettern nun mal gerne auf Bäume, sie sind neugierig, haben zu diesem Zweck Krallen und zur unterstützenden Balance auch ihren Schwanz. Vor allem kleinere Katzen, die noch bei der Mutter sind (wenn man die Kätzchen nicht "weggibt", sondern sie bei der Mutter belässt, bis diese selbst, bedingt durch die nächste Rolligkeit und den dadurch zu erwartenden Wurf, sie verjagt und zur Selbständigkeit zwingt, bleiben sie durchaus bis zu 6 Monaten und gelgentlich auch länger der Mutter mehr oder weniger "bei Fuß" und lernen, lernen, lernen, was die Mutterkatze herausfordert und auch wortreich unterstützt), überschätzen dabei gelegentlich ihre Geschicklichkeit und bringen sich in Situationen, bei denen es Überwindung kostet, wieder herauszukommen. Wenn sie dabei in einen Kellerschacht fallen oder in ein Kanalrohr kriechen, das sich im Verlauf verjüngt, wird es schwierig. Aber auf einen Baum zu klettern und wieder alleine herunterzukommen, gehört zu den Übungen, die die Katzenmutter gurrend und aufmunternd unterstützt, bis die Kleinen sich trauen, mit Hilfe ihrer Krallen auf dem selben Weg wieder runterzulaufen, wie sie hochgefunden haben.
Mit gut gemeinten Retunngsaktionen durch die Feuerwehr oder auch nur durch Nachbar's lange Leiter irritiert und verschreckt man die Katzen mehr, als sie in ihrer Eigeninitiatve zu unterstützen. Auch einen Baum, dessen unterste Äste sehr hoch sitzen, findet eine Katze mit Hilfe ihrer Krallen wieder hinunter, indem sie sich in der Stammrinde festhält.
Eine ihr vertraute Person kann das durch Lockrufe und/oder Lieblinsfutter - Angebot von unten unterstützen.
Diese Lektion habe ich als Kind schon gelernt, denn weder meine Oma, noch meine Mutter währen je bereit gewesen, für eine Katze auf dem Baum die Feuerwehr zu rufen und zumindest diese Einstellung hat keine unserer Katzen mit ihrem Leben bezahlt.
Die zweite Lektion habe ich wesentlich später gelernt:
Wenn eine Katze, von wo auch immer, aus großer Höhe abstürzt, was auf Bäumen nur dann passiert, wenn sie auf dünnen, sehr biegsamen Ästen den Halt verliert, dann kann sie mit Hilfe ihrer instinktiven "Steuerfähigkeit" durch Körper- und Schwanzhaltung ihren Sturz so ausbalancieren, dass sie auch bei einem Sturz aus 6-10 m Höhe nicht zu Schaden kommt und federnd auf allen Vieren landet. Das gelingt ihr allerdings erst ab einem bestimmten Alter, nämlich, wenn sie gelernt hat, sicher auf ihren Pfoten zu laufen.
Ganz junge Kätzchen, die noch nicht richtig laufen können, haben die Fähigkeit, Stürze in Sprüngeumzubalancieren, noch nicht und verletzen sich daher auch unter Umständen schon, wenn sie einem aus Versehen vom Arm springen oder vom Schoß fallen.
Wie auch immer, - ehe ich die Feuerwehr rufen würde, gäbe ich der Katze erst mal drei bis sechs Stunden Zeit, um ihren Mut zu sammeln und den Abstieg evtl. alleine zu wagen.
Aber ... ist ja egal, so oder so, für diese Mietze ist das Abenteuer ja nun gut ausgegangen.
:emot64:
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