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  #1
Alt 06.08.2008, 10:21
Ky!
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18 Jahre alter Kater mit Niereninsuffizienz

Ich bekomme langsam Probleme mit meinem alten Kater Gizmo.
Er ist jetzt 18 Jahre alt und hat in letzter zeit sehr viel abgenommen und frißt sehr wenig. Insgesamt schläft er recht viel.
Eine Gewichtsabnahme mußte ich schon Anfang der Jahres beobachten. Da vertrug er plötzlich sein Nassfutter nicht mehr. Eine Futterumstellung auf hochwertiges Trockenfutter löste aber das Problem. Bis jetzt. Nun nimmt er wieder ab. Ein Besuch beim Tierarzt ergab die Diagnose Niereninsuffizienz, bei Kreatininwerten an der oberen normalen Grenze.

ansich wäre jetzt eine nierenfreundliche Diät angebracht, allerdings frißt er das Futter nicht. So bleibt mir nur der Versuch , überhaupt etwas in die Katze reinzubekommen.

Was ich auffällig finde, ist, dass er sehr interessiert scheint, wenn ich mit einem Futternapf ankomme, nur fressen tut er nicht viel.

Habt ihr Ideen und Tipps für mich?
 
  #2
Alt 06.08.2008, 11:14
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Hast du ihm mal Hühnchenfleisch mit einer Möhre gekocht?
Gib ihm davon etwas lauwarme Brühe und eventuell aus der Hand kleine Fasern von dem Hühnchenfleisch.
Er muss unbedingt kleine Mengen über den ganzen Tag verteilt bekommen. D.h. du musst ihm immer wieder lauwarme Brühe geben. Nicht einfach alles in den Napf geben und den ganzen Tag stehen lassen.
Arwen ist offline  
  #3
Alt 06.08.2008, 11:43
Peanuts
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So ganz auf die Schnelle: Dieses Problem habe ich mit meinem Mr. Tom ja auch, der im April 18 geworden ist.
Vor drei Jahren ist unser schwarzer Kater Romeo mit den gleichen Symptomen im Alter von etwas über 14 Jahren gestorben. Für ihn hatten wir auch nach Diagnosestellung Nierendiätfutter gekauft, das er auch gerne fraß; trotzdem gab das nur einen Aufschub von knapp 3 Monaten, ehe er gestorben ist - übrigens von alleine und genau an dem Tag, wo wir beschlossen hatten, seinem Leiden ein Ende setzen zu lassen.
Mr. Tom ist zur Zeit sehr anstrengend, weil er altersbedingt taub ist und den lieben langen Tag hinter mir her plärrt, was ich zunächst mal eine Zeit lang als Verlangen nach Futter fehlinterpretiert habe.
Er will einfach nur in meiner Gesellschaft sein.
Diätfutter frißt er nicht, sein normales Futter auch nur sehr spärlich, Trockenfutter schon eher, obwohl er inzwischen längst nicht mehr alle Zähne hat.
Was er immer gerne frisst und auch täglich bekommt ist Quark. Deshalb bekommt er auch mit Quark zusammen täglich einmal 2-3 Kügelchen Arsenicum album C 30.
Unsere Hunde und Katzen fressen sowieso gerne Quark, und Tom, der in seinen besten Jahren immer recht gut im Futter war, hat ihn nicht täglich bekommen.
Nun bekommt er täglich eine (bis zwei) 250 Gramm Schale mit Quark (20% oder 40 %), den ich wegen der erforderlichen Flüssigkeitsaufnahme zur Hälfte (oder etwas mehr) mit warmem Wasser verdünne und manchmal mit einem Löffel Honig oder auch mal mit einem Eigelb "tune".Außerdem - das war für Tom schon immer das non-plus-ultra, bekommt er von unserem Essen oft etwas mit, sofern es nict zu stark gewürzt ist. Auf diesem Weg habe ich Gelegenheit, ihm ein paar (kaliumreiche) Kartoffeln unterzujubeln.
Bei Romeo verlief die Krankheit so, dass er die typischen äußeren Merkmale zeigte wie Abmagerung, strähniges, struppiges Fell, Muskelabbau und auch übermäßiges trinken und urinieren, wobei der ehemals stubenreine Kater auch "unsauber" wurde, d.h. urinierte, wo er gerade stand. In seinen letzten Wochen hatte er sich unser Badezimmer als Liegeplatz ausgesucht und weil er dort auch urinierte, versuchten wir, ihm eine unserer Katzentoiletten anzubieten, die er aber nicht benutzte.
Mr. Tom dagegen ist auch abgemagert, sieht strähnig und ungepflegt aus und während er früher mit der Pflege seines langen Fells selbst zurechtkam, verfilzt er nun ständig und überall am Körper. Dort, wo wir ihn kämmen, ziehen wir sehr leicht viele Haare heraus, so dass er stellenweise kahl ist. Zwar wächst das Fell wieder, aber irgendwie sehr langsam im Gegensatz zu früher. Tom trinkt nicht übermäßig viel, uriniert dem entsprechend auch wenig und ist - toi-toi-toi auch immer noch stubenrein.
Jedenfalls habe ich in den letzten Wochen auf vielen Internetseiten herumgesucht und will meine TÄ mal auf die Möglichkeit ansprechen, die Phosphataufnahme zu blockieren.
Im Anhang hab ich mal einen Teil einer Internetinformation kopiert.
Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen, unseren Tom nicht mit allen Mitteln im Leben festzuzwingen, denn er war mehr als 18 Jahre seines Lebens mein Traumkater, ein wunderbares Tier. Er hatte bei uns ein langes und erfülltes Katerleben (nein, nicht als Kater, er wurde wie alle usere Katzen im Alter von einem Jahr kastriert) und ich schulde es ihm nun, dass er in Würde gehen darf, wenn seine Zeit um ist.
Ich werde auch nicht vergessen seine Geschichte von A bis Z niederzuschreiben, möchte das aber erst quasi als Nachruf machen, wenn er über die Regenbogenbrücke gegangen ist.
 
  #4
Alt 06.08.2008, 17:18
Jaybiene
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Zitat:
Was ich auffällig finde, ist, dass er sehr interessiert scheint, wenn ich mit einem Futternapf ankomme, nur fressen tut er nicht viel.
Sein Interesse am Futter ist aber ein gutes Zeichen, finde ich!
Ich denke auch, dass Arwens und Peanuts Tipps sehr hilfreich sind. Und Quark, Geflügel und Wurzeln sind gesunde Lebensmittel, die den alternden Organismus sicher nicht zusätzlich belasten.

Unser Mikesch ist fast 20 Jahre alt geworden - und ganz zum Schluss hatte er weder Interesse noch Appetit auf irgend etwas. Er vertrug es auch überhaupt nicht mehr. Man hatte das Gefühl, als ginge in ihm ein Licht nach dem anderen aus.
Dann kam irgendwann der Zeitpunkt, ihn zu erlösen. Er war sooo dünn geworden und wog gar nichts mehr.

Auf dem Weg zum Tierarzt hatte ich ihn in ein wärmendes Tuch eingewickelt und wenn man so will, starb er schnurrend in meinen Armen. Er hatte ganz großes Vertrauen und war ohne jede Angst.

Aber nach dem, was du schreibst, ist es bei deinem Gizmo noch lange nicht soweit.
Die alte Katze meiner Mutter wollte irgendwann auch nichts mehr essen. Egal was ihr angeboten wurde, es war alles "nicht richtig".
Was schlussendlich half, war frischer Seelachs.

:36_2_56:

Aber halt dich fest, es musste der teure aus dem Fischgeschäft sein, also frisch aus dem Fischereihafen Bremerhaven - und auf keinen Fall der eingefrorene vom Aldi oder so. Das hat die Katze gemerkt und alles liegen gelassen. Wahrscheinlich war sie sogar noch beleidigt, vermute ich mal.
Wenn ich mich richtig erinnere, wurde der Seelachs - (nach dem sauberen entgräten), eingefroren, kurz wieder angetaut und dann in kleine mundgerechte Häppchen geschnitten - und in entsprechenden Portionen eingefroren.
Auch diese Katze litt an Niereninsuffizienz.
Unser Mikesch bekam jahrelang Tabletten, da seine Nebennierenrinden nicht in Ordnung waren. Er ist trotzdem sehr alt geworden.

Ich denke, irgendwas hilft immer - und nach den ganzen Tipps, wird aus Gizmo bestimmt eine richtige Gormetkatze... wenn sie das nicht längst schon ist. Schließlich sind alle Katzen Feinschmecker.

Ich wünsche dir noch möglichst viele schöne Jahre mit deinem Kater!
 
  #5
Alt 06.08.2008, 18:03
Jaybiene
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Zitat:
Mr. Tom ist zur Zeit sehr anstrengend, weil er altersbedingt taub ist und den lieben langen Tag hinter mir her plärrt, was ich zunächst mal eine Zeit lang als Verlangen nach Futter fehlinterpretiert habe.
Er will einfach nur in meiner Gesellschaft sein.
Das glaube ich dir gerne! Ich weiß nicht, wie es bei Mr. Tom ist, aber Mikesch war manchmal auch ziemlich anstrengend, mauzte viel und ich dachte, vielleicht ist er ja ein bisschen altersverwirrt. Er entwickelte eben immer mehr "Marotten", sagen wir es mal so.
Trotzdem ist er zeitlebens ein ganz lieber Kater geblieben. Zu uns und unseren Collies, auch gegenüber Freunden und Bekannten war er immer sehr freundlich und verschmust.
Fremde Katzen wurden dagegen verjagt. Da wurde das alte Herz wieder richtig jung... nur auf die ganz hohen Bäume kam er dann doch nicht mehr und musste eben warten, bis Nachbars Katze von selber wieder runter kam.

Im Grunde gehört Mikesch immer noch dazu. Diese fast 2 Jahrzehnte Katzenleben haben ganz große (Katzenpfoten)spuren hinterlassen und das wird auch so bleiben.
 
  #6
Alt 06.08.2008, 19:55
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Gismo haben wir vor 17 Jahren aus dem Tierheim geholt.
Er war damals, der mit Abstand häßlichste Kater. Da er aber auf sich aufmerksam gemacht hat, haben wir ihn sofort mit nach Hause genommen.
Auf der kurzen Autofahrt vom Tierheim zu unserer Wohnug hat er seinen Transportkorb total vollgespuckt und voll gesch....., es hat fürchterlich gestunken. An der nächsten Ampel ist mein Mann dann ganz schnell ausgestiegen und zu Fuß nach Hause gegangen. Bevor ich realisert hatte, was da eben passiert war, ging auch schon das Hupkonzert hinter unserem Auto los. So schnell ich konnte, bin ich dann auf die Fahrerseite gekrabbelt und losgefahren.
Wir haben Tage gebrauch um das Auto einigermaßen geruchsneutral zu bekommen.
Gismo hat sich sehr schnell bei uns und unserem ein Jahr älteren Kater Cäsar eingelebt.
Nach einigen Monaten hat er sich zu einem schönen, gut genährten Kater gemausert.

Die Bilder zeigen Gismo vor enigen Monaten.
Arwen ist offline  
  #7
Alt 06.08.2008, 20:35
Peanuts
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Ich finde ihn jedenfalls nicht häßlich.Die Leute von dem Bauernhof, wo meine "Vermittlungskätzchen" immer herkommen, wollen mir auch immer einreden, dass dieses oder jenes Kätzchen doch so potthäßlich sei, dass man es doch besser tot macht, weil es ja auch genug schöne Katzen gäbe.
Sie zählen zu den hässlichen Katzen grundsätzlich alle schwarzen und auch alle graugetigerten, wenn die eine weiße Scheckung haben, die nicht ganz gleichmäßig ist.
Als wenn solche Tiere keine Daseinsberechtigung hätten!
Das angehängte Foto zeigt im Bildvordergrund ein buntes Weibchen mit markantem Fleck auf der Nase. Das wollten mir die Leute auch eigentlich erst nicht geben, sondern töten, weil es " so'n schäbiges Dier " ist.
Ich hab drum gekämpft und ich fand sie einfach einzigartig mit ihrer schwarzen Nase!
 
  #8
Alt 07.08.2008, 07:42
Hundeforum Fan
 
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Zitat:
Zitat von Peanuts Beitrag anzeigen
Ich finde ihn jedenfalls nicht häßlich.....
Ich hab drum gekämpft und ich fand sie einfach einzigartig mit ihrer schwarzen Nase!
Gismo war vor 17 Jahren unterernährt. Er hatte dadurch lange dürre X- Beine, seine Ohren wirkten überdimensional groß und seine Zähne standen irgendwie eigenartig vor.
Er war aber so lieb und hat so deutlich gezeigt, dass er mit uns will, da haben wir ihn einfach gleich mitgenommen.
Etwas Futter und Zuwendung haben aus Gismo einen schönen Kater werden lassen.

Grundsätzlich gibt es keine wirklich häßlichen Hunde und Katzen. Irgendwo sind sie alle toll und einzigartig.
Sie zu töten ist einfach grausam. Es ist für mich unbegreiflich, warum man nicht zumindest weibliche Tiere kastriert, wenn man keinen Nachwuchs möchte.

Deinen kleinen Katzenwelpen finde ich richtig süß.
Wie hätte es mit den Bauern ausgesehen, wenn man bei ihnen den gleichen Maßstab angelegt hätte, wie sie es mit den Kätzchen machen?
Arwen ist offline  
  #9
Alt 11.08.2008, 21:31
Ky!
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So schnell wird mit einem vernünftigen Labor aus einer Niereninsuffizienz - oder soll ich lieber sagen " Lustiges Organsystemraten " ?!? Eine Problematik, die mit der Leber zu tun hat.
Mir ist das Labor aber absolut schleierhaft. Keines meiner Erklärungsmodelle paßt.
 
  #10
Alt 11.08.2008, 22:23
undine
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Ich habe keinerlei Ahnung, was diese Laborberichte bedeuten. Ich kann dir nur sagen, dass ich Dr. Jensen in Uetersen absolut vertraue. Und ich kenne ihn seit etwa 18 Jahren, auch in vielen Extremsituationen. Und ich gehe nur zu ihm. Hoffentlich fühlst du dich dort mit Gismo ebenso gut aufgehoben.

Mir ist schon klar, dass du Fragen hast und Antworten suchst, aber eine mögliche Antwort ist leider naheliegend: Gismo hat ein imposantes Alter erreicht und irgendwann mag auch ein Kater nicht mehr. Ein Tier will auch für seinen Menschen tapfer sein, aber ich wünsche für Gismo und auch für dich, dass du den richtigen Zeitpunkt erkennen wirst. Das muss nicht jetzt sein; das kann auch in ein paar Jahren sein, aber eine Bitte, lasse diesen Gedanken nicht außer Acht.
Du siehst ja auch, alle haben eine andere Erfahrung gemacht. Meine hat leider kein Happyend:
Der Kater meiner Eltern, der seit 4 Jahren eine Nierenschädigung hatte, ist vor ein paar Wochen mit 18 Jahren eingeschläfert worden.
Abgesehen von der kaputten Niere fehlte ihm nichts. Er wollte nicht mehr, verkroch sich in Nachbarsgarten zum Sterben. Dort haben sie ihn unterkühlt gefunden, und seinen Weg ihm erleichtert.
Ich will dir nichts einreden, aber so wie ich dich bisher eingeschätzt habe, wirst du versuchen, bis zum Letzten um Gismo zu kämpfen; eine tolle Einstellung, aber versuche auch zu erfühlen, was dein Kater will. Vielleicht hilft das Euch beide, Abschied zu nehmen, wenn es soweit ist. Vielleicht jetzt , vielleicht später oder in ein paar Jahren, ganz egal, vertraue einfach deinem Gefühl.

P.S. und jetzt hoffe ich, nicht vom Adm. wegen Gefühlsduselei herausgeschmissen zu werden...

:emot63:
 
 
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