Hunde-United - Dein Hundeforum
Navigation


 
 
Themen-Optionen

  #1
Alt 21.02.2007, 20:51
blonder engel
Gast
 
Benutzerbild von blonder engel
 
Beiträge im Hundeforum: n/a
Basenji

Der Basenji stammt aus Zentralafrika. Als Geschenk der Untertanen aus dem Gebiet der Nilquellen soll er vor 4000 Jahren in die Hände der ägyptischen Pharaonen gekommen sein. In Zentralafrika wurde er als Jadghund gezüchtet. Seine Zuchtgeschichte in Europa ist kurz: Sie begann erst 1937 in England. Wahrscheinlich gilt er deshalb als besonders gesund im Vergleich mit europäischen Rassen. Er ist reinlich, selbständig, ausgeglichen, lebhaft und intelligent. Fremden gegenüber bleibt er meist verschlossen. Statt zu bellen ist eine Art Jodeln für ihn typisch. Rüden werden 43 cm hoch, Hündinnen 40 cm. Die Tiere sind meist rot-weiß oder schwarz-weiß oder schwarz mit lohfarbenen Abzeichen. Das Fell ist kurz, dicht, fein und glänzend.
 
  #2
Alt 16.06.2007, 11:55
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
Herdenschutzhunde

Da wir durch Odin immer wieder angesprochen werden, will ich hier mal ein Portrait posten. Vielleicht können auch so einige Vorurteile beseitigt werden und Märchen dahin verbannt werden, wo sie hingehören.
Es gibt immer noch Menschen, für die ein großer Hund ein gefährlicher Hund ist. Bei richtiger Haltung sind Herdenschutzhunde " sanfte Riesen".
Von Natur aus SCHÜTZEN sie ihre Herde oder ihr Rudel.

Der Herdenschutzhund ist ein großer und kräftiger Hund, der für den Schutz und die zuverlässige Verteidigung der ihm anvertrauten Herde – egal ob gegen zwei- oder vierbeinige Räuber gezüchtet worden und somit ein „wachender Begleiter“ der nomadisierenden Herden und ihrer Schäfer.

Wenn man vom Herdenschutzhund spricht, verwechseln die Menschen diese Hunderassen häufig mit dem Hütehund, der die Tierherden zusammenhalten soll. Für das Hüten halten die Hirten kleine und wendige Hunde, die aber selbst keine großen Raubtiere wie Wölfe abschrecken können und dadurch selbst gefährdet sind. Diese Aufgabe übernahmen die Herdenschutzhunde, wobei einige Rassen von Hirtenhunden sich nicht immer eindeutig den Hüte- oder Herdenschutzhunden zuordnen lassen, weil diese Hütehunde den Schutz der Herden mit übernehmen, wie der Deutsche Schäferhund. Die Aufteilung der Aufgaben ist besonders in gebirgigen Gegenden mit einem sehr begrenzten Nahrungsangebot für Raubtiere zu beobachten, da dann die hungrigen Tiere auch bewachte Ziegen und Schafe angreifen. Bei der FCI sind die Herdenschutzhundrassen aus diesem Grund überwiegend unter der Sektion der Berghunde zu finden.

Viele Herdenschutzhunde verbringen sehr viel Zeit allein mit der Herde. Sei es nun in deren Lagerplätze, auf deren Höfe, oder auch auf den langen Wanderungen. Sie sind also von ihren „Schäfern“ unabhängig und weitgehend auch unbeobachtet. Dies setzt einen sehr selbstbewussten Hund voraus, der zu eigenständiger Arbeit fähig ist.

Besonders deutlich ist der Schutztrieb in der Dämmerung sowie der Nacht ausgeprägt, da dies die bevorzugten Zeiten der Beutegreifer sind. Diese Merkmale des HSH sind, wie auch seine exzellenten, stets hellwachen, scharfen Sinne, die ihn jederzeit alles registrieren lassen, was in seiner näheren und weiteren Umgebung geschieht, genetisch fixiert.

Der Schutztrieb und das starke Territorialverhalten gehören zu den herausragenden Eigenschaften des Herdenschutzhundes. Grundsätzlich wird alles Fremde innerhalb seines Territoriums zurückhaltend und misstrauisch betrachtet und bei dem geringsten Anflug einer Gefahr für sein Rudel verjagt, wobei die Strategie dieser Hunde eher in der defensiven Abwehr liegt. Das Territorium des HSH umfasst für gewöhnlich nicht nur das mit dem Gartenzaun abgesteckte eigene Grundstück, sondern auch das weitere sichtbare Umfeld sowie häufig besuchte Plätze und Spazierwege.

Auf den externen Betrachter wirken „friedliche“ Herdenschutzhunde eher verschlafen, gar stoisch oder phlegmatisch. Dies liegt zumeist daran, dass der HSH anders als z.B. die hyperaktiven Hütehunde die meiste Zeit dösend in seinem Revier liegt. Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, denn eben jener vermeintlich dösender Hund kann sich in sekundenschnelle zu einem imposanten, reaktionsschnell abwehrenden Schutzhund verwandeln. Der sparsame und sinnvolle Einsatz seiner Kräfte ist maßgebend für den effektiven Schutz seiner Anvertrauten Herde.

Weder heute noch damals war es im Interesse eines Hirten, dass sein Herdenschutzhund jedem vermeintlichen Feind hinterher jagt und seine Energie nicht sinnvoll einteilt. Viel mehr beobachtet der gut geführte Herdenschutzhund den „Feind“ aus sicherer Distanz, präsentiert sich diesem und macht sich deutlich bemerkbar. In der Regel platziert er sich zwischen seiner Herde und dem Feind. Zumeist macht er seinen Hirten dann auf die Situation aufmerksam, da dieser oft an einem entfernten anderen Ende der Herde befindlich die Situation auch nicht selbst einsehen kann.


Legenden: Von vielen Herdenschutzhundarten wird die Legende erzählt, wie tapfer diese sich gegen ganze Wolfs- und Bärenmeuten gestellt hätten. Man spricht von ihrem ausgeprägten Gruppengefühl und ihren siegreichen Angriffen gegen derartige Feinde. Dies wird allerdings weithin als Märchen angesehen, denn auch ein noch so imposanter Herdenschutzhund ist intelligent genug zu verstehen, dass er einen solchen Kampf nicht unversehrt durchstehen könnte.

Im Angriffsverhalten der Herdenschutzhunde kann man auch beobachten, dass diese im Vergleich vieler anderer Hundearten keine Angriffsbeißer sind. Viel mehr versuchen sie, ihren Feind mit einer Art Bodycheck zu Boden zu werfen. Dazu stürzen sie sich mit aller Kraft auf den Gegner und rammen diesen bei hochgezogenem Kopf die Schulter in die Flanke. Fällt der Gegner, steigen sie sofort über diesen, um ihn so in Schach zu halten bzw. zu Boden zu drücken.

Allein ihre Größe und imposante Erscheinung reicht den meisten zwei- oder vierbeinigen Räubern aus, auf Distanz zu bleiben, zumal die meisten Hirten in ihrer Herde zwei, drei und noch mehr Herdenschutzhunde halten, welche in unsicheren Phasen zumeist als Team agieren.


Ansprüche: Entsprechend seinem ursprünglichen Aufgabengebiet und den dazugehörigen rauen Lebensbedingungen ist der Herdenschutzhund äußerst witterungsunempfindlich. Seine Fellpflege ist (bis auf die extrem langhaarigen Vertreter) unproblematisch; bei diesen ursprünglichen Rassen, die sich bei Wind und Wetter mit Begeisterung im Freien aufhalten, wird man häufig mit dem Fehlen des typischen Hundegeruches überrascht.

Eine weitere Besonderheit der Herdenschutzhunde ist ihre Anspruchslosigkeit in Bezug auf die Ernährung. Aufgrund des Nahrungsangebotes in ihren Ursprungsländern, das eher als kärglich bezeichnet werden kann, hat sich ein Hundetyp entwickelt, der sich an eine proteinarme Ernährung angepasst hat und aus einem minimalen Nährstoffangebot das Maximum an Energie herauszuholen vermag. Dies sollte bei der Fütterung berücksichtigt werden, da diese Hunde auf eine Überversorgung an tierischem Protein oft mit allergischen Reaktionen wie Hautproblemen reagieren. Hier ist eine ausgewogene, proteinarme Ernährung für das Wohlbefinden des Hundes unerlässlich. Nicht wenige Herdenschutzhunde sind geradezu gierig nach Milchprodukten (Joghurt, Quark, Kefir) und Getreideprodukten (Brot, Nudeln, Reis).
Arwen ist offline  
 

Stichworte
basenji
Themen-Optionen


Benutzer, die diese Seite fanden, suchten u.a. nach:
Suchwolke

basenji ernährung protein

basenji vorurteile

ernährung basenji

fütterung basenji


Alle Zeitangaben im Hunde Forum in WEZ +1. Es ist jetzt 05:48 Uhr.
Powered by vBulletin®
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO ©2011, Crawlability, Inc.
Hunde-United.com ist das komplett kostenlose Hundeforum von Boards-United.com