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Alt 17.04.2011, 07:45
Ky!
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Registriert seit: 24.04.2009
Ort: Elmshorn
Beiträge im Hundeforum: 417
3 Tierärzte an einem Tag!

Das, was mir gestern passiert ist, mag man gar nicht glauben. Aber ich war live dabei...

Vorgeschichte:

Mein alter Kater Fussel hat eine Niereninsuffizienz (Nierenschwäche), das wurde zumindest vor ca. einem Jahr diagnostiziert. Darauf erfolgte eine Futterumstellung auf eine Nierendiät. Das ist auch wichtig, da statistisch rund 80% der Katzen binnen eines Jahres sterben, wenn sie nicht entsprechend ernährt werden. Allerdings verweigerte mein alter Kater mehr und mehr dieses Futter. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich das abgebrochen habe. Das Tier war abgemagert und das konnte ich nicht mehr verantworten. 80% Sterblichkeit hin oder her. Man sah das Tier kaum noch, er schlief die meiste Zeit vor der Heizung. Vor rund 5 - 6 Wochen stellten wir seine Nahrung nun auf Bio-Hähnchenbrei um. Er fraß und fraß, war präsent, ihm ging es richtig gut! Nun kam aber ein neues Problem hinzu:
Der Bauch der Katze wurde runder und runder, war prall und hart. Ganz offensichtlich tat ihm auch der Bauch weh. Also bin ich gestern (Samstag) los, da das dringender Abklärung bedurfte! In der Woche arbeite ich um die 12 Stunden pro Tag mit ca. 1,5 Stunden Fahrtzeiten. - Also mußte ich JETZT eine Diagnostik anstoßen. Nicht zuletzt, weil das Tier auch in der Woche völlig unbeaufsichtigt ist....

Tierarzt Nummer eins:
Der hatte Fussel die Woche vorher im Notdienst wegen einem entzündeten Auge gesehen. Ich rufe also Samstag um 10 Uhr an und sage der Sprechstundengehilfin: Ich komme gleich vorbei und möchte ein Röntgen des Bauches, eine Sonographie und ein Labor. (Meine Diagnose stand auch ehrlich gesagt schon fest.)
Als ich ankam bekam ich folgendes zu hören:
"Hier Kater ist so agressiv, dass die gewünschten Untersuchungen nur in "Narkose" gemacht werden können, das geht heute nicht mehr. Wir haben versucht Sie anzurufen, Sie waren schon unterwegs."
Nun gut, ich wollte dann, dass die Tierärztin den Kater untersucht und mir von ihrem klinischen Eindruck erzählt, wie lange die Untersuchungen Zeit haben. Stark gekürzt: Sie bot mir ein Termin in 2 Wochen an (in der Woche kann ich ja nicht, akuten Handlungszwang sah sie nicht).
Ich sagte ihr, ich denke darüber nach. - Mir war aber beim Verlassen der Praxis klar, dass ich JETZT sofort den nächsten Tierarzt aufsuche....

15 Euro


zweiter Tierarzt:
" Haben Sie die Möglichkeit heute und jetzt ein Labor, ein Röntgenbild und eine Sonographie bei einem exorbitant zickigen Kater zu machen?"
- "Ja."
Gut, dem Kater wurde Blut abgenommen. Die Tierärztin vermutete eine - theoretisch lebensbedrohliche- Schilddrüsenüberfunktion.
Dummerweise war das entsprechende Gerät nicht funktionsfähig. Ich sollte dann mit dem Blut in eine andere Zweigstelle dieser Praxiskette fahren, um die Schilddrüsenhormone bestimmen zu lassen und dann medikamentös auf diese lebensbedrohlich Störung zu reagieren. Bemerkenswerterweise verweigerte sie mir mit -in meinen Augen- fadenscheinigen Argumenten die Ausstellung eines Rezeptes mit Wirkstoff und Dosierung. Wäre schön gewesen, dass zu haben. Sicherheitshalber.
Einschub: An dieser Stelle muß ich erwähnen, dass ich Arzt bin und selber Medikamente in einer Apotheke einkaufen kann. Das macht einiges leichter. - Wenn die Kollegen kooperieren...
Aber es sollte nun noch das Röntgenbild geben. Ich wartete also vor der Tür und hörte, wie sie dreimal auslöste. Der Kater zappelt wohl ganz schön, dachte ich mir. - Sie rief mich dann rein und sagte mir, das Gerät sei wohl defekt, es machte keine Bilder. Das war jetzt der Punkt, an dem ich sauer geworden bin. Anstatt nach dem ersten Fehlversuch das Gerät OHNE MEINE KATZE zu testen, hat sie doch tatsächlich meine Katze als "Testbild" genommen und das ganze 2 weitere Male!
Einschub: Die Strahlenschutzgesetze sind in Deutschland sehr streng. Das Gerät müßte jetzt sofort stillgelegt werden, wenn ich das melden würde, führte das wohl dazu, dass die Tierärztin ihre Röntgenzulassung verlieren würde. Sie hat noch kurz versucht dagegen anzudiskutieren, hat aber schnell gemerkt, dass ich völlig im Recht bin und auch gleich vor Wut platze.
Die Rechnung dieser sich in einem völlig maroden Zustand befindlichen Praxis:
150,-


Ok, dann mit dem Blut nach Hamburg in die andere Filiale dieser Tierarztkette. Es wurde wohl telefonisch schon angekündigt,dass da gleich ein extrem pissiger Arzt kommt.

Tierarzt Nummer drei:
Ok, ganz ehrlich. - Ich war extrem pissig und eh auf 180. Das Ergebnis der Schilddrüsenhormonbestimmung war "normal". Wobei das auch soweit ok ist, jeder Arzt muss das Recht haben, lebensbedrohliche Zustände auszuschließen. Das wird auch von ihm verlangt.
Die Ärztin dort fragte nun, ob sie sich das Tier noch mal anschauen soll. Ich habe sie dann ziemlich angefahren, aber letztendlich habe ich meinen Kater auch von ihr noch einmal untersuchen lassen. Und auch ein viertes Mal habe ich ihn röntgen lassen. Hier das Ergebnis:



Man sieht auf diesem Bild, dass der Dickdarm der Katze "von oben bis unten" voll mit Kot gefühlt ist. Das Tier muss dabei ziemliche Schmerzen haben. Dass dies noch 2 Wochen Zeit hat, möchte ich bezweifeln. Es wurde gleich ein Einlauf gemacht, der Kater führte daraufhin ein ordentliche Menge Kot ab.

Preis: 90,-


Insgesamt war ich mit dem Tier 5 Stunden unterwegs, habe 3 Tierärzte befragt, er wurde 4 mal geröntgt, der PReis war fast 260,- € und er hat einmal "gekackt".....
Die Diagnose hatte ich für mich selber schon, als ich losgefahren bin.....



Habt ihr auch solche Tierarztgeschichten?
Ky! ist offline  
  #2
Alt 17.04.2011, 08:06
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Nazgul
 
Registriert seit: 29.01.2009
Beiträge im Hundeforum: 96
3 Tierärzte für einmal scheißen (sorry). Respektable Leistung!
Nazgul ist offline  
  #3
Alt 17.04.2011, 08:08
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Dr.House
 
Registriert seit: 19.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 135
Mal ernsthaft, warum hast Du die zweite Tierarztpraxis nicht gemeldet und das Röntgengerät offiziell stilllegen lassen?
Dr.House ist offline  
  #4
Alt 17.04.2011, 08:47
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Yarlung
 
Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge im Hundeforum: 8
Inhalationsnarkose zur Krallenresektion

Der medizinisch nicht vorgebildete Halter eines Haustieres erwirbt sich - wenn er sich dann informiert und alles versteht - hoffentlich medizinische Kenntnisse.

Inzwischen wissen wir wieder etwas mehr, aber unserem Hund hat die ganze Geschichte womöglich einen schönen Lebensabend gekostet.

Zustand: Eine Kralle gesplittet bis hinein ins Nagelbett, große Schmerzen die Teile hängen noch fest darin. Natürlich Wochenende der Haustierarzt nicht zu erreichen...

Wir stellen den Hund am Samstagabend bei dem Notfälle betreuenden Tierarzt vor. Entscheidung Narkose, entfernen, Pfotenverband.

Wundersam der Tierarzt entscheidet sich für eine Inhalationsnarkose, welche, wie ich heute weiß lediglich bei langwierigen, zeitlich nicht abschätzbaren Operationen empfohlen wird.
Uns wird diese "als sehr kreislaufschonend" angepriesen. Über die anderen neurologischen Nebenwirkungen werden wir nicht aufgeklärt.

Wir möchten - wie von unserem Haustierarzt gewöhnt - bei dem kleinen Eingriff dabei bleiben - das wird abgelehnt. Der Hund hat über 60 kg. Die Besetzung der Praxis war spärlich wir hätten helfen können.

Fast wären wir schon wieder gegangen mit Hund. Wäre wohl besser gewesen.

Während der OP stehen wir vor dem geschlossenen Zimmer. Plötzlich rumpelt es extrem, Kratzen ist zu hören von Krallen. Dann wird es wieder ruhig. Nach endlosen 15 Minuten geht die Türe auf der noch intubierte Hund liegt auf einer Unterlage und ist noch nicht aufgewacht. Es vergeht eine weitere halbe Stunde bis der Hund langsam zu sich kommt. Nach ca. einer Stunde ist er gehfähig und wir verlassen die Praxis. Krallenteile wurden entfernt.

Heute weiß ich Hund muss wohl erwacht sein während der OP und wurde erneut mit dem Narkosemittel dosiert - deshalb die unüblich lange Aufwachphase.

Schon drei Tage danach stelle ich fest, dass der Hund links hinten den Hinterlauf beim Gehen unterstellt und nicht richtig mehr belastet. Röntgen beim Haustierarzt - der Lendenwirbelsäule - ohne Ergebnis.

Die kommenden 4 noch verbleibenden Lebensjahre des Hundes zeigt deutlich eine extreme und zunehmende Kompression des Hauptnervenstranges, hinten links.
Bis zu dieser OP hatte der Hund niemals Probleme. Eine Röntgenaufnahme ein Jahr danach zeigt, dass sich ein "Altersrücken" entwickeln wird. Die Aufnahme zeigt aber dass sich das noch sehr harmlos entwickelt und in keinem Verhältnis zu den schmerzhaften Belastungsproblemen beim Laufen stehen kann. Alle anderen Gelenke O.B.

Fazit: Hund während der Inhalations OP erwacht und vom OP Tisch wohl abgestürzt, dabei erfolgte Kompression des Hauptnervenstranges. Nachdosiert - viel zu hoch. Nervenschädigungen welche z.B. fallweise nicht gute Kontrolle beim Nehmen von Leckerchen zeigen lassen (Hund vergreift sich und zwickt neben das Leckerchen)

Wahl des Narkosemittels - für einen derartigen, kleinen Eingriff völlig daneben (Nebenwirkungen) aber gut für den Praxisumsatz.

Beweisen für Hundehalter - unmöglich.
Fazit: Jeder der einen Arzt (Human/Tier) besuchen muss sollte vorher Medizin studiert haben. Allerdings wie man sieht hilft das auch nicht immer...

HG Yarlung
Yarlung ist offline  
  #5
Alt 17.04.2011, 08:52
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
Leider kommt es immer wieder vor, dass man an unfähige Tierärzte gerät.
Mit Odin, meinem Owtscharka, musste ich leider auch einige solcher Tierärzte kennenlernen.

Zum Glück gibt es aber auch die wirklich guten und sehr fähigen Tierärzte, Frau Dr. Jensen von den Tierärztlichen Spezialisten in Hamburg ist eine von ihnen. Leider hat die Klinik keinen Wochenenddienst.

Dr. Maguna und sein Team in Norderstedt betreiben eine hervorragende Tierklinik mit modernsten medizinischen Geräten.

Für einen akuten Notfall sind beide Tierkliniken unter Umständen zu weit entfernt.
Bei einem geplanten Eingriff würde ich meine Tiere nur in eine der zwei Kliniken geben.
Arwen ist offline  
  #6
Alt 17.04.2011, 09:39
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von ThreeB.
 
Registriert seit: 23.02.2011
Beiträge im Hundeforum: 23
Es wäre fast eine Marktlücke, wenn sich ein Arzt für die Begleitung zu Veterinären "mieten" lassen würde.......
ThreeB. ist offline  
  #7
Alt 17.04.2011, 09:43
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Yarlung
 
Registriert seit: 18.03.2011
Beiträge im Hundeforum: 8
Großraum Nürnberg/Erlangen/Bamberg

Wir versuchen inzwischen immer unseren Haustierarzt Dr. vet. Bergler, Nürnberg zu erreichen, auch im Notfall. Dort werden wir seit 1986 (!) vorzüglich betreut, beraten und bei Fachgeräte oder Fach-OP Einsatz auch überwiesen!

Ein Tierarzt muss Tiere lieben dann hat man gute Erfahrungen

Bei Notfällen zu empfehlen und dafür fahren wir auch gerne 45 Minuten:
Tierklinik am Stadtpark, Nürnberg (Nachts vorher anrufen) gute Notfallbetreuung, Beratung und auch nächtliche operative Versorgung.

Tierklinik Dr. Vogel, Burgschmietstr., Nürnberg (Fachgeräte, Fachgeräteausbildung) gute Notfallbetreuung

Für einen akuten Notfall (Magendrehung) würde ich immer noch einen Operateur in der Nähe wählen. Aber nur dann.

Lieber fahre ich eben Mal 50 km aber ich weiß, dass die Sache gut laufen wird.
Es wird viel diskutiert über TÄ, aber manche Tierkliniken operieren Dinge noch selbst bei welche diese Tier und Halter besser überweisen würden. Natürlich lernen diese auch dabei - Aber Tierversuche an meinem Tier - Nein Danke.

HG, Yarlung
Yarlung ist offline  
  #8
Alt 17.04.2011, 20:42
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Ich habe zwar noch nie ein Tier durch tierärztliche Inkompetenz verloren, aber nichtsdestotrotz auch drei Erfahrungsberichte, warum wir einen Tierarzt "für homöopathische Behandlungen und leichte Sachen wie z.B. impfen, ungeziefervorbeugende Medikamente kaufen etc" und einen anderen für komplizierte Fälle haben.

Fall Nr. 1: Unsere Laika bekam innerhalb ihres ersten Lebensjahres mitten auf dem Schädel zwischen den Ohren eine weiche, wabbelige Beule, die bei der Entdeckung ca. mandelgroß und nicht druckschmerzhaft war.
Alle beobachteten und begutachteten dieses "Ding" und wir stellten bald fest, dass, sowie es dicker und erhabener wurde, die nach außen gewölbte Haut immer kahler wurde. Man sah mittig eine Stelle, die wie eine sehr große Hautpore erschien und meine Tochter stellte fesst, dass man mit spitzen Fingernägeln und noch besser mit einer Pinzette aus der Beule sehr viele Haarbüschel herausziehen konnte, die nicht eitrig, aber trotzdem irgendwie "schmierig" waren. Das war für die Hündin vollkommen schmerzlos, aber es gefiel ihr nicht sonderlich, wenn sie quasi nur noch Beachtung fand, indem jemdermann sich vorzugsweise mit der Beule beschäftigte.
Wir haben Laika der Reihe nach den 5 Tierärzten vorgestellt, die in der unmittelbaren Nähe praktizieren und jeder einzelne von ihnen zuckte nach der Begutachtung die Schultern und war ratlos.
Die ziemlich einstimmige Ansicht aller war, man müsse das "Ding" mal im Auge behalten und wenn es wächst oder schmerzhaft wird, müsse man dann halt was unternehmen.
Mit der Diagnose war ich persönlich sehr unzufrieden, denn im Jahr davor hatte ich mal im Kreis der SV-Züchter von einer Hündin gehört, die eine genetische Anomalie (Haarwuchs) im Auge hatte und daran operiert werden musste.
Für mich stand eigentlich fest, dass es sich bei Laika auch um "irgendein Problem im Zusammenhang mit Haarwuchs " handelt, da alles, was man aus der Beule alle paar Tage mal rausfitschen konnte, einfach nur talggetränkte Haare waren.
So suchten wir dann eines Tages einen weiteren Tierarzt auf, der ohne Untersuchung sofort sagte:
"Ja klar! Das ist ein genetischer "Webfehler", es wachsen an dieser Hautstelle die haare anstatt nach außen, eben nach innen. Somit wird die Beule mit jedem Fellwechsel größer und irgendwann kann das dann natürlich auch mal eitrig werden, weil ja die Hautpore nach außen offen bleibt und Keime auch nach innen dringen lässt."
Er empfehl uns, das so bald wie möglich korrigieren zu lassen, weil die Wunde mit Wachstum der Beule immer größer wird - und wir brachten die Hündin gleich am nächsten Morgen nüchtern in die Praxis.
Der Tierarzt ist zwar gute 30 km weit weg, aber ich hatte bereits in den 90er Jahren gute Erfahrungen mit ihm gemacht, als er unsere alte Leonbergerhündin zweimal im Abstand von anderthalb J. am Gesäugekrebs operiert hatte.
Wir haben auch einen Maine Coon Mischling, unseren Danny Boy.
Der ist, wie alle unsere Katzen, mit einem Jahr kastriert worden und er hatte vor einigen Jahren mal eine Zeitspanne, wo er bei jedem Fellwechsel an den Flanken richtig kahl wurde und nur sehr zögerlich neues Fell nachwuchs.
Zwei Tierärzte zuckten mit den Schultern und verabreichten Vitamine und das wars, der dritte Versuch war bei meinem Favoriten für schwierige Fälle und der Kater bekam ohne Trara ein Testosteron gespritzt, wobei mir der TA erklärte, dass viele Kastraten Verhaltens- und/oder Fellprobleme bekommen können. Aufgrund der Spritzen taute unser Danny Boy sehr bald auch vom Verhalten her sehr schön auf, wurde mutiger, zeigte sich auch mal, wenn Besuch da war. Davor hatte er immer ein sehr scheues zurückhaltendes Wesen - typisch Scheunenwildling eben.
Und last but not least unser Teddy....
Ich habe alle unsere Welpen jeweils ab der 4. Woche im Abstand von jeweils 2 Wochen bis zur Abgabe entwurmt, wobei mir meine "Homöopathie-Tierärztin" wegen der möglichen Giardiengefährdung zu Panacur geraten hatte. Alle Welpen vertrugen das auch schön - nur Teddy war gleich nach der 1. Gabe tagelang sehr elend. Fraß schlecht bzw. nahm das Zufutter nicht an und trank nur mehr bei der Mutter, lag möglichst versteckt von den anderen Welpen ruhig herum und sabberte vor sich hin. Ab und zu stöhnte er ganz jämmerlich vor sich hin und in diesen 2-3 Tagen trug ich ihn so oft wie möglich aie ein Baby, das man zum Bäuerchen machen auf die Schulter legt, herum. Aber niemand brachte das auf Anhieb mit der Panacur-Gabe in Verbindung.
Zwei Wochen danach die gleiche Schiete erneut und da fiel es mir natürlich wie Schuppen von den Augen.
Wir brachten den Kleinen zu unserer Täin, die unterscuhte das jammernde Bündelchen Elend auf dem Tisch und kommentierte das jammern mit einem "Haaach! MÄNNER!!! Männer und Ärzte!!! "
Ich sagte ihr natürlich meinen Verdacht, dass es die Wurmkur sei, aber sie tat das quasi mit den Worten: "Naja, sowas kann ja mal passieren, aber daran wird er nicht gleich sterben und entwurmen muss man sie ja!" ab.
Wir gingen quasi mit dem Gefühl, ein bisschen hysterisch überreagiert zu haben, wieder aus der Praxis und ich saß noch nicht ganz im Auto, als ich meinem Mann sagte:" Wir fahren jetzt umgehend zur Praxis Dr.Eckes nach Lindlar, - das muss ich mir echt nicht anhören, dass der arme kleine Kerl sich nicht so anstellen soll."
Gesagt - getan.
Fortan wurde Teddy dann subkutan entwurmt - und vor allen Dingen, er bekam Paspertin-Tropfen und noch andere Magentabletten verordnet, so dass es ihm am selben Tag noch wieder deutlich besser ging.
Peanuts ist offline  
  #9
Alt 19.04.2011, 18:18
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Albion Nachtschatten
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 208
Was ich jetzt so nicht ganz verstehe ist warum Leute für eine "Ich weiß auch nicht, und kommen sie mal wieder wenn wir Zeit haben" Diagnose noch Geld hinlegen. Dem würd ich was fauchen. Sorry, bin Katzenbesitzer!
Ne, wenn ich nen Technisches Gerät zur Reperatur bringe und der Techniker hats nicht hinbekommen, zahl ich keinen Cent. Was nehmen sich die Typen, die meinen sie könnten sich Arzt (Wenn auch nur Veterinär) nennen eigentlich heraus? Sorry, aber wenn ich selbst Arzt wär würd ich denen keinen Cent geben. Die könnten froh sein wenn sie ihre Zulassung nicht verlieren. Das is so meine Meinung. Wobei ne gute Rechtschutzversicherung natürlich bei Meinungen wie meiner durchaus hilfreich ist.

Geändert von Albion Nachtschatten (19.04.2011 um 18:25 Uhr).
Albion Nachtschatten ist offline  
 

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