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Alt 29.01.2011, 11:49
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Dr.House
 
Registriert seit: 19.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 135
Der blinde Hund

Wie kommt ein blinder Hund zu Recht ? Leidet der Hund ?

Ist ein Hund blind, so bedeutet es nicht automatisch, dass das Tier leidet. Die verbleibenden Sinne werden geschärft und der Ausfall des Sehsinnes wird zumindest teilweise kompensiert. Je länger ein Hund so lebt, umso besser kann er sich anpassen. Nach und nach werden Umgebungspläne im Gehirn des blinden Hundes gebildet. Ein blinder Hund kann sich sogar so gut in seiner gewohnten Umgebungen zu recht finden, dass es für Außenstehende nicht gleich ersichtlich ist, dass der Hund nicht sehen kann.

Ursachen einer Erblindung des Hundes

Ursachen für eine Erblindung des Hundes können sein:
- bakterielle, virale und pilzbedingte Entzündungen
- Krankheiten des Auges wie das Glaukom, Grauer Star, Hornhauttrübungen
- Stoffwechselerkrankungen wie der Diabetes mellitus
- Verletzungen des Auges

Tipps für den Umgang mit einem blinden Hund

Um eine möglichst gute Orientierung des blinden Hundes zu gewähren, sollte seine gewohnte Umgebung möglichst wenig Änderung erfahren. Dazu sollten Möbel und andere Gegenstände ihren fest Platz behalten. Auch auf Gefahrenquellen sollte geachtet werden. Ein Gartenteich kann so zum Beispiel schnell zu einer lebensbedrohlichen Gefahr für den blinden Hund werden.
Beim Gassigehen kann eine Leine Sicherheit bieten. Auch kann der blinde Hund sich an immer gleichen Geräuschen gut orientieren.
Abschließend sei erwähnt, dass auch ein zweiter Hund hilfreich sein kann. - Ein Blindenhund für den blinden Hund...
Dr.House ist offline  
  #2
Alt 29.01.2011, 12:47
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Wir haben einen alten Pekinesen, den wir mit 8 Jahren schon blind aus dem Ausland mitgebracht haben.
Er bewegte sich von Beginn an sehr viel vorsichtiger und bedächtiger; sowohl drinnen als auch draußen, so dass er, wenn überhaupt, nirgendwo wirklich feste gegenlief.
Innerhalb von drei, vier Tagen hatte er sich so gut an unsere Wohnung und an die Umgebung draußen gewöhnt, dass er nirgendwo mehr "angeeckt" ist.
Allerdings war anfangs nur eines seiner Augen milchig-trüb und deshalb dachten wir, dass er mit dem anderen Auge evtl. noch was sieht.
Denn wenn er unten an der Wiese am Straßenrand saß, verfolgte er durch drehen des Kopfes immer unsere Hunde, wenn die in der Wiese hin- und herliefen.
Nach kurzer Zeit aber war klar, dass er sie mit dem Kopf "verfolgt", weil er sie hört, denn wenn bei uns mal eine Mülltonne oder ein Auto stand, wo sonst "freie Bahn" war, lief Ulrik auch im vollen Galopp dagegen. Und nachdem er zuerst vermittelt und danach wieder zurück gekommen war, hatte er anfangs auch Orientierungsprobleme, indem er von der Haustür an nicht nach links in unsere Wohnung, sondern nach rechts die Kellertreppe hinunter wollte.
Treppen sind für Ulrik natürlich gefährlich, wenn er sie nicht kennt.
Wenn es Treppauf ginge, würde er unten stehen bleiben und nicht etwa die Stufen hochklettern, da er das nicht kennt. Treppab läuft er einfach geadeaus und fällt dann natürlich runter.
Ich weiß, dass man seine Blinheit durch die Operation wenigstens eines Auges beheben könnte und wir hätten in Frau Dr. Hüby in Köln auch eine Koryphäe in Sachen Augenchirurgie relativ nahe.
Aber Ulrik kommt mit seiner Blindheit so gut zurecht, dass wir meinen, eine OP würde den medizinischen Stress, den er dadurch hätte, nicht aufwiegen.
Immerhin ist er nun fast 12 Jahre alt, herzkrank und kein Tierarzt hat bisher eine evtl. Narkose als harmlos abgetan, bei der es allerdings immer um die mögliche Kastration und nicht um eine Augenoperation ging.
Peanuts ist offline  
  #3
Alt 29.01.2011, 20:21
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Lieber hätte ich meinen obigen Beitrag editiert, denn im Nachhinein ist mir doch ein Problem eingefallen, das unser blinder Pekinese hat:
Er ist ein lieber, freundlicher kleiner Wicht, der im Grunde mit allen Hunden gut zurecht kommt.
Dadurch aber, dass er nichts sieht, kommt es gelegentlich vor, dass er einem von unseren Großen zwischen die Füße gerät - und dann treten sie ihn auch schon mal ein bisschen unsanft. Es geschieht ihm dabei nichts Schlimmes, weil er dann sofort ganz erschrocken aufquietscht und die Großen ihre Füße mit Vorsicht setzen.
Nur mit Shiloh gibt es gelegentlich größere Hackereien. Der ist ja sehr vorsichtig und zurückhaltend und wahrt gerne ein bisschen Abstand - außer, wenn er selbst zum Spielen aufgelegt ist.
So zieht er, wenn er seine Ruhe haben will und irgendwo liegt, nur die Nase ein bisschen kraus, wenn ihm Ulrik zu nahe kommt. Wenn alles ganz ruhig ist, hört man dabei ein sehr leises tiefes grollen, aber bei Nebengeräuschen eben nicht und Ulrik sieht es ja nicht und provoziert daher dann , dass Shiloh ärgerlich aufspringt und brummend nach ihm schnappt.
Und vermutlich glaubt der kleine Wicht, er wäre 2,80 m groß, denn er beginnt dann sofort ärgerlich zurückzukeifen und seinerseits zu schnappen und springt immer wieder angriffslustig nach vorne.
Shiloh und Ulrik beruhigen sich aber auch ganz schnell wieder, wenn ich ein lautes Wort spreche.
Anders ist das bei Teddy "Huland", der auch gerne mal die Nase kraus zieht und dann auch richtig sauer wird, wenn der Kleine das ignoriert und sich dann auch noch kläffend und schnappend frech macht.
Das wäre ein paarmal beinahe schief gegangen und seitdem nehmen wir Ulrik kommentarlos und schleunigst hoch und verfrachten ihn nach drinnen, wenn Brigit mit ihrem Teddy vorbei kommt.
Und dann steht Ulrik vor der Tür, will unbedingt raus und kläfft, kläfft, kläfft ohne Ende.
Wenn das Kräfteverhältnis nicht gerade so unausgeglichen wäre, würde ich gerne die beiden mal das Spiel austragen lassen, aber so wie die Dinge nun mal sind, hätte der Kleine keine Chance, - und das täte mir dann doch zu leid.
Peanuts ist offline  
 

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