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Alt 05.06.2009, 14:42
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Läufigkeit bei der Hündin

Wer mit einer Hündin zusammenlebt muss ihren Sexualzyklus kennen und verstehen.

Es wird vermutet, dass eine Hündin zum ersten Mal läufig wird, wenn sie ihr rassespezifisches Körpergewicht erreicht hat.
Die erste Läufigkeit Rassen tritt bei kleinen Rassen ca. mit 6 Monaten ein bei großen Rassen ca. mit einem Jahr oder später auf. Der Abstand zwischen den Läufigkeiten beträgt ca. 6 Monate.

Bei einer nichtträchtigen Hündin unterscheidet man 4 Zyklusphasen: Anöstrus, Proöstrus, Östrus, Metöstrus.
Der Anöstrus ist die Phase der weitgehenden hormonellen Ruhe, sie kann zwei, vier oder noch mehr Monate dauern.
Die Vulva (Scham) ist in dieser Phase sehr klein, glatt und rosa und wird von den Haaren bedeckt.
Im Proöstrus reifen in den beiden Eierstöcken Follikel heran. Diese Phase dauert zwischen 4 und 21 Tagen. In dieser Zeit kommt es zu Blutungen. Die Hündin leckt sich sehr viel um sich sauber zu halten. Die Vulva ist geschwollen und zwischen den Schamlippen kann man Blut erkennen.
Die Hündin riecht attraktiv für Rüden, beißt diese aber noch weg.
Die gefährliche Phase ist der Östrus, hier kommt es zur Freisetzung der Eizellen. Diese sind aber nicht sofort befruchtungsfähig, sie müssen erst noch eine Zellteilung (ca. 24 bis 48 Stunden) durchmachen. Anschließend wandern die Eizellen durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter und sind ca. 2-3 Tage befruchtungsfähig.
Diese Phase kann 4- 12 Tage dauern und ist gut zu erkennen. Der Ausfluss wird weniger und heller. Die Vulva beginnt zu erschlaffen und wird faltiger.
Die Hündin präsentiert sich dem Rüden stillstehend mit nach hinten gestreckter Vulva und weg geklapptem Schwanz.
Damit es zu keiner ungewollten Trächtigkeit kommt gehört die Hündin an die Leine und sollte nicht unbeaufsichtigt im Freien sein.
Die nächste Zyklusphase ist der Metöstrus.
Auch eine nichtträchtige Hündin macht ähnliche Hormonveränderungen durch, wie eine trächtige Hündin. Erhöhte Progesteronwerte findet man auch im Blut einer nichtträchtigen Hündin für ca. 63 Tage (so lange dauert eine Trächtigkeit).
Das erhöhte Progesteron kann zu einer ausgeprägten Scheinschwangerschaft führen. Es ist aber auch die Zeit, wo es zu einer Gebärmutterentzündung kommen kann. Die Hündin sollte in dieser Phase genau beobachtet werden. Sollte die Hündin Krankheitsanzeichen zeigen – Mattigkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, häufiges Urinieren, vermehrtes Trinken, Appetitlosigkeit, Abmagern bei gleichzeitiger Umfangsvermehrung des Bauches – muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.
Eine Gebärmutterentzündung kann lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.
Die Progesteronbildung klingt nach der „Schwangerschaft“ ab, danach kommt es zum Abbau der obersten Schichten der Gebärmutterschleimhaut. Anschließend wird diese wieder aufgebaut, was etwa 120 Tage dauert.
Damit beginnt der Sexualzyklus aufs Neue.
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Stichworte
gebärmutterentzündung, hündin, läufigkeit, scheinschwangerschaft, sexualzyklus
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