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Zwischen töten lassen und in Würde sterben lassen besteht ein himmelweiter Unterschied. |
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Das Tier wird in Würde sterben, wenn es an der Zeit ist. Ob nun am Wochenende oder viel lieber in zwei Jahren. Dann an der Heizung zu Hause in liebevoller Umgebung. Allerdings ist ein schmaler Grad zwischen " in Würde sterben lassen" und zu früh aufgeben. Letzteres wird nicht passieren.
wie gesagt, schaue Dir das Labor an, da stimmt was nicht. Es gibt keine Erklärung , warum es ihm so schlecht geht. Aber wirklich KEINE. Irgendwas übersehen wir.... |
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Ich habe Gismo heute in meinen Armen gehalten, mit ihm geredet, ihn gestreichelt und bei der Sonographie beruhigt. Danach in meine Jacke gekuschelt und bei der Infussion versucht zu wärmen.
Für einige Zeit durfte ich ihm ganz nah sein. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er Schmerzen hat. Selbst bei der Sonographie, wo der Schallkopf ja doch etwas auf den Körper gedrückt werden muss, hat Gismo keine Reaktion gezeigt. Der Kater ist nur sehr dünn und unendlich schwach. Er nimmt täglich ab, weil er fast nichts frißt. Wenn es so weiter geht, wird er verhungern. Ich habe soetwas noch nie erlebt und bin schon deswegen sehr unsicher. Natürlich ist mir bewußt, dass Gismo sehr alt ist und man keine Wunder erwarten darf. Meine größte Angst ist, dass er Schmerzen bekommt und wir ihm nicht helfen. |
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Ich hab mir die Laborwerte ja angeschaut und finde auch keine Erklärung....
das ist es ja, warum ich denke, Gismo will sich vielleicht einfach nur "davonstehlen". Wenn es so ist, dann kann nichts ihn aufhalten, deshalb denke ich ja, es wäre dann fast frevelhaft, ihn noch von Pontius nach Pilatus zu scheuchen. Weißt du, mir ist der Tag noch in Erinnerung, als unsere Kitty gestorben ist, ehe sie ein Jahr alt wurde. Vorher war ich mehrmals mit ihr zum Augenlasern gefahren, dann hatte sie eine ausgedehnte Antibiotikatherapie hinter sich bringen müssen, und an dem Tag, als unsere TÄ bei Kitty Blut abnehmen wollte, weil ihr der Verdacht kam, dass sie todgeweiht ist, hat sie während der Blutentnahme unter sich uriniert und war schon fast nicht mehr bei Bewusstsein, das arme Tier. Da erst war für mich klar, dass sie garnicht mehr leben kann, egal, was wir noch alles mit ihr machen lassen. Ich habe sie daheim in mein Bett gelegt und warm zugedeckt, weil sie immer so fröstelig war und bin lange bei ihr geblieben, hab sie gestreichelt, mit ihr geredet.. Dann musste ich aber mal für eine halbe Stunde mit den Hunden raus und als ich wiederkam, war sie tot.Ich wollte es aber trotzdem nicht glauben. Um ganz sicher zu sein, habe ich sie noch so lange liegen lassen, bis sie kalt und starr wurde, ehe ich sie hinterm Haus an der Buchenhecke begraben habe. Zwei Tage später kam der Laborbericht: FIP-positiv. Natürlich ist das was ganz anderes und gewiss ist es nicht vergleichbar mit Gismos Zustand. Aber: eine altbekannte Theorie: Tiere bevorzugen es, alleine zu sterben,sie warten genau den Moment ab, wo man sie alleine lässt oder sie verkriechen sich sogar. Da muss man sich keine Vorwürfe machen. Ich wünsche dir auch, dass Gismo noch lange durchhält. Aber wenn es nicht geht, dann wünsche ich ihm, dass er gehen darf. |
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Ich habe so etwas erlebt, und zwar bei dem Kater meiner Eltern vor wenigen Wochen.
Peanuts, es hat mich sehr beeindruckt, was du geschrieben hast. Das hat mich sehr gerührt, weh getan, aber auch getröstet. Es ist absolut zu merken, dass du viel Erfahrungen mit Tieren hast und ein Gespür für die Situation. Ich stimme dir vollkommen zu und hoffe, dass Ky etwas davon "mitnimmt". Ky, ich wünsche dir wirklich von Herzen, dass du die Zeit, die du mit Gismo nun noch hast, nutzt und schön für Euch beide verbringen werdet. Das heißt nicht, nicht nach Erklärungen und Hilfe zu suchen, aber es bedeutet auch, dass du das arme Tier nicht von einer Praxis in die nächste schleppst und Gismo das Leben damit zur Hölle machst, obwohl du eigentlich das Beste für ihn und dich willst. Das sei dir gesagt von jemanden, der fast sein halbes Leben in Krankenhäusern verbracht hat. Kilo, ich vermute das gleiche wie du. Meine Katze aus Kindheitstagen ist übrigens mit neun Jahren an Altersschwäche gestorben. Sie war einfach auf, zeitlebens eine aktive Jägerin, brachte sogar Mader und Ratten an und mit neun Jahren war ihre Zeit einfach um. Sie hat es gezeigt, sich irgendwie verabschiedet und sich dann zum Sterben verkrochen. Das tun Katzen, sie ziehen sich zurück. Wenn Gismo ein Hauskater ist, muss du schauen, dass du ihm die Möglichkeit gibst, sich zurückziehen zu können. |
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Gismo hat heute Vormittag seine Infussion bekommen.
Er lag dabei auf meinem Schoß und Ky hat alles medizinisch ordentlich angeschlossen und verabreicht. Gismo war ganz geduldig und super lieb. Nach der Prozedur ist er noch einige Zeit liegen geblieben und hat sich kraulen lassen. Dann wollte er runter, ist zu seinem Futternapf gegangen und hat geschnüffelt. Ich habe ihn dann mit der Hand gefüttert. Er frißt ganz langsam und auch nicht viel. Aber einen Teelöffel voll Katzenfutter hat er so aufgenommen. Anschließend hat er sich in seine Höhle gelegt und hat geschlafen. Wir haben regelmäßig nach ihm geschaut und immer wieder unsere Hand ganz vorsichtig zu ihm gelegt. Er hat das genossen. Am späten Nachmittag sind wir dann wieder nach Uetersen zum Tierarzt gefahren. Gismo hat sein Gewicht gehalten. Seine Körpertemperatur ist wieder normal, gestern waren es nur 37,9 °C heute 38,3 °C. Gismo machte auf den Arzt einen etwas fitteren Eindruck. Die Mieze wurde weiter untersucht, Blut abgenommen und an den Tropf gehangen. Auf meine Frage, ob Gismo Schmerzen hat, bekam ich ein klares NEIN als Antwort vom Tierarzt. Er sagte auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund gibt, Gismo einzuschläfern. Er kann zwar nicht versprechen, dass es Gismo noch mal besser geht, aber noch will die Katze leben. Wir werden alles tun, dass er ein schönes Leben hat. Er soll seine Menschen spüren, wenn er es möchte. Er bekommt sein Futter aus der Hand seiner Menschen. Er bekommt, die Ruhe, die er braucht. Er hat viele schöne Plätze und Höhlen, die er nutzen kann. Er bekommt Liebe und Zuwendung. Gismo wird entscheiden, wann er nicht mehr will. |
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Eure Liebe, eure Fürsorge und euren Respekt vor seinem Alter. Gismo hat es sehr, sehr gut. |
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Es wäre schön, wenn es ihm noch eine Zeit lang gut geht und er dann einfach mal nicht mehr aufwacht. Was Ninna gestern bei einer Tierärztin in Hamburg erleben musste, wird KY dann sich posten. Bei solchen Leuten frage ich mich immer wieder, warum sie Arzt geworedn sind? |
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Ein Mensch, der noch bei klarem Bewußtsein ist, kann, wenn er vollständig aufgeklärt und intellektuell in der Lage ist, eigenverantwortlich seine Wünsche entwickeln und darstellen. Im sachkundigem Gespärch kann noch einmal alles erörtert werden und evt. Fehler oder Fehlansichten herausgearbeitet werden. Anschließend wäre das Ergebnis ein klar formulierter Wunsch. Nun muß man anders herum aber auch sagen, dass sobald Dritte involviert sind, die unter Umständen eigene Interessen, eigene Vorstellungen und Ziele haben, man eben nicht mehr davon ausgehen kann, das dies den Patientenwunsch korrekt wiederspiegelt. Umso schwieriger wird der Fall, wenn der Patient unverständig ist. Aus welchen Gründen auch immer. Alle Entscheidungen müssen dann aufgrund von Mutmaßungen getroffen werden. Dies mündet in einen sehr schwierigen Prozess, der eine enorme Anzahl an Faktoren beinhalten muß. Lebensqualität, Prognosse, aber auch die familiäre Einbindung, familiäre Ressourcen etcetcetc . Und: etcetcetc. In meinen Augen darf meine Religion nur wenig Einfluß auf meine Behandlung haben, daher muß ich davon ausgehen, dass ein Lebewesen - bei Tieren ist diese Ansicht sogar konform dem christlichen Glauben - ein einziges Dasein auf Gottes Erden führen darf. Diese erste und letzte Chance, ist die einzige. Die Natur ist geprägt von Überlebenswillen , ich darf sagen "Lebenswillen". Da mir die Humanmedizin näher liegt, ein praktisches Beispiel aus meinem spärlichen Erfahrungsschatz. Mir wird jeder zupflichten, dass ein langer Krankenhausaufenthalt eine sehr belastende und frustrane Sache ist. Nur wenn man gerade diesen Patienten durch herzliche und liebe Worte menschliche Zuneigung schenkt, oder im Rahmen der Möglichkeiten einfach sagt " Schwester, pack mir den Patienten in den Rollstuhl, es ist Frühling - ich gehe mit ihm raus an den See. " Und mir eben dieser Patient in einem freudevollen Augenblick mit Tränen in den Augen sagt, er habe nicht mehr angenommen, noch einmal raus zu kommen, dann muß hier die Frage erlaubt sein, ob man überhaupt über diese thema diskutieren darf, wenn sich mit minimalen Aufwand das Blatt so schnell und effektiv wenden lassen kann. Hätte ich dieses Thema mit dem Patienten VOR und NACH dem kleinen "Ausflug" erörtert, ich hätte völlig unterschiedliche Ansichten bekommen. Dieses Thema ist in meinen Augen so komplex und schwierig, dass niemals ein einzelner Mensch - ausgenommen der verständige Patient - hier eine ultimative und finale Entscheidung treffen darf. Und noch einmal zu der Zweiten aussage eine Stellung zu beziehen: Es gibt die Möglichkeit der Patientenverfügungen. Dort können Wünsche manifestiert werden. Unter anderem auch: Ich möchte, dass ich unter allen Umständen schmerzfrei gehalten werde. Dies auch in Dosen der Medikamente, die über längerem mit dem Leben nicht vereinbar sind. Wie oben angedeutet, hat die Psyche einen unermesslichen Einfluß auf unser Befinden, ich warne davor , dies zu unterschätzen und zu pauschalisieren! |
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Dem ist nichts hinzuzufügen, allenfalls die kleine Geschichte, die zeigen soll, dass ich dies schon am eigenen Leib erfahren habe.
Da lag ich mit einer verschleppten Lungenentzündung und daraus erfolgter Globalinsuffizienz 1997 elf Tage auf der Intensivstation des Gummersbacher Krankenhauses, verkabelt und verdrahtet an diversen Überwachungsapparaten mit Sauerstoffmaske auf der Nase (sehr hoch eingestellt und daher auch mit entsprechender leichter Co²-Narkose, die begleitet wurde von äußerst bizarren optischen und akkustischen Halluzinationen) Die ersten 4-5 Tage war ich selber davon überzeugt, dass meine Familienangehörigen, wenn sie sich mit den Worten: "Also dann: Bis morgen!" verabschiedet hatten, mich auf der Pathologie in Schublade 5 mit einem Zettel um den dicken Zeh wiederfinden würden. An einem der ersten Tage erwachte ich abends spät aus meinem Dämmerzustand, weil ich jemanden im Zimmer spürte. Hinter mir saß eine kleine, zierliche Frau in meinem Alter, angezogen mit der orangeroten Lederjacke, auf deren Rücken der weiße Schriftzug "Rettungssanitäter" steht, was ich aber zunächst nicht wahrnehmen konnte. Sie sprach mich an, als sie sah, dass ich wach war und verwickelte mich in ein Gespräch, das sie, ohne dass es mir zunächst auffiel, in die Richtung steuerte, dass ich ihr von meinem Zukunftsplänen erzählte und sie mir von ihren. Sie war Griechin, sprach von ihrem schweren Job und dass sie eigentlich früher immer vorgehabt hätte, mit spätestens 55 Jahren in Rente zu gehen, um wieder nach Griechenland zurückzukehren, - und ich fragte mich, von welchem schweren Job sie wohl spricht. Fragen wollte ich sie nicht, ich dachte, sie ist vielleicht Krankenpflegerin, hatte sie aber in den vergangenen Tagen nicht bei einer pflegerischen Tätigkeit gesehen und auch in dieser Nacht tat in meinem Zimmer der Intensivstation eine andere Pflegerin Dienst. Überhaupt erschien mir ihre Anwesenheit und das ganze Gespräch einerseits so unendlich beruhigend, andererseits irgendwie unwirklich, weil mir die Tatsache, dass ich in dieser Situation meine Zukunftspläne vor Augen hatte und auch noch einer fremden Person gegenüber äußerte, so seltsam vorkam. Mir wurde klar, dass mein Leben doch noch weitergehen müßte, denn ich hatte so viel von dem, was ich immer tun wollte, auf später verschoben, so dass, wenn es ein "Später" geben sollte, ich mein Leben nochmal ganz neu sortieren würde müssen. Als erstes aufhören, zu rauchen. Dort hatte ich ja schon 5 Tage ohne Zigarette hinter mich gebracht, es war die Chance, ganz aufzuhören. NAch 25 Jahren. In unsere Unterhaltung hinein ging die Tür auf, "meine" Nachtschwester Katja kam herein und sagte zu der Frau an meiner Seite : "Dimitra, wir haben einen weiteren Notruf, du musst jetzt mit raus, tut mir leid!" Dimitra stand auf und ich las den Schriftzug auf dem Rücken der roten Lederjacke. Rettungssanitäter? Eine Ärztin? Was hat sie bei mir gewollt? Meine Zukunftspläne vor Augen führen? Was für eine Ärztin ist das? Eine Co²-Halluzination? Aber Dimitra war real und es war eine Ärztin, die mit dem ganzen Krankenhauspersonal per Du war, die bekannt dafür war, dass sie die Patienten gerne mit den ihr eigenen Mitteln dem Tod von der Schüppe holte. An einem der nächsten Tage bekam ich verkehrt herum auf einem Stuhl sitzend und über die Lehne gebeugt einen Pleuraerguss punktiert, da war Dimitra wieder dabei. Als dann der Chefarzt sich mit den anderen darüber unterhielt, dass ich danach auf die Innere verlegt werden könne, meldete sich Dimitra zu Wort und sagte: " Ja, eigentlich schon, aber ich würde sie doch gerne noch zwei, drei Tage hier behalten, sie ist noch nicht, äh..." und sie suchte an einem Wort oder wollte es in meiner Gegenwart vielleicht nicht aussprechen, da fiel ihr der Stationsarzt lächelnd ins Wort und sagte " sie ist noch nicht "dimitralisiert", ich weiß!" Und Dimitra grinste ihn an und sagte: "Eben!" Am nächsten Abend saß sie nochmal eine gute Stunde an meinem Bett, obwohl sie eigentlich Feierabend gehabt hätte. Ich dankte ihr dafür, dass sie mir Gelegenheit gegeben hatte, zu erkennen, dass es noch zuviel für mich im Leben zu tun gibt, als dass ich hätte gehen können. Alle die, die mich lieben und um mich trauern würden, alle die, die ich liebe und nicht zurücklassen wollte.... Der Zufall (ja, ich weiß, ich glaube nicht an Zufälle!) wollte es, dass ich ein paar Jahre später meine Freundin auf der griechischen Insel Lefkada besucht habe. Als der Tag der Heimreise näher rückte und ich in Nidri die Souvenirläden nach den unvermeidlichen Mitbringseln durchstöberte, fiel mir eine weiße Marmorstatue der griechischen Göttin Demeter (zuständig für Ackerbau und Viehzucht) in die Hände und ich realisierte, dass die Griechen sie Dimitra nennen. Ich schob sie eine Weile von einer Hand in die andere, war dann aber doch zu geizig, um sie für mich mitzunehmen. Immerhin wird mir ihre Namensschwester, die sich für mich Zeit genommen und Stück für Stück wieder ins Leben geschubst hat, immer im Gedächtnis bleiben. Manchmal ist es so einfach und doch so wirkungsvoll, einem Patienten auf der Schwelle dem Leben wieder zu geben, dass es geradezu sträflich wäre, vorschnell auf einen Zustand von Lebensmüdigkeit einzugehen. |
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@Ky:Eine Patientenverfügung hab ich schon lange.Ich bin , ohne meinen Willen, geboren worden.Die Menschen die mich wollten, haben mich schon lange verlassen und ich muß alles was ich im Leben tue, selber entscheiden, ertragen und verantworten.Ich will selber entscheiden wann mein Leben ein Ende hat.Und wenn ich der Meinung bin das ich mein Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt beenden will, dann mache ich das.Keiner, ob Arzt oder sonst wer, hat zu entscheiden wann für mich Schluß ist.Das ist ganz alleine meine Entscheidung.Ich setze mich schon seit frühster Jugend mit dem Tod auseinander und gehöre zu den Menschen die glauben das es nach dem Tod nicht zu Ende ist, nur anders.Da ich Menschen und ihren Willen respektiere, würde ich nicht zögern jemanden Sterbehilfe zu leisten, wenn er mich darum bittet und ihm ersparen das da plötzlich viele Menschen, denen er sonst Scheißegal war, über Leben und Tod entscheiden wollen.Würde es in Deutschland die Sterbehilfe geben, würde so manchen armen Menschen viel Leid erspart werden.
Nicht das es jetzt falsch verstanden wird, ich würde keine Sterbehilfe leisten weil jemand sich z.B. kein neues Auto leisten kann usw. aber was für ein Leben hat ein Mensch der gar nicht mehr leben möchte ? Ist dann das Leben für denjenigen noch lebenswert ? Es gibt genug Menschen die in Krankenhäusern qualvoll vor sich hinsiechen, obwohl Ärzte genau wissen das sie in absehbarer Zeit sterben werden.Warum wird die Qual dann nicht beendet ? Wenn ein Tier unheilbar krank ist lässt man es einschläfern um ihm die Qualen zu ersparen.Richtig so ! Ich habe meinen damaligen Hund ( den ich abgöttisch geliebt habe ) von seinen Qualen erlösen lassen und habe seine Dankbarkeit in seinen Augen gesehen und gespürt.Ich bereue es nicht ! |
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Kilo, du bist echt in Ordnung! Das ist keine Neuigkeit, aber in dem was du schreibst, sehe ich für mich persönlich eine weitere Bestätigung deiner Menschlichkeit (und glaube ja nicht, dass ich das jemals wiederhole! *schmunzel*).
Wieder etwas ernster: Und wenn es nur Menschen gäbe wie dich - ich hätte keine Bedenken. Leider ist dem nicht so. Und deshalb brauchen wir Gesetze, die UNBEDINGT einen Missbrauch verhindern, denn der wäre in jedem Fall tödlich. Wenn ich überlege, wieviele Winkeladvokaten es mit Finesse geschafft haben und immer noch schaffen, Gesetze nicht nur für sich und ihre Klientel zu GEbrauchen - sondern vor allem zu MISSbrauchen, so sehe ich hier eine ganz, ganz große Gefahr. Die größte überhaupt. Denn hier geht es nicht um Geldwäsche, Ehrenworte und Steuerhinterziehung, sondern um das Leben selbst. Und vor dem traurigen Hintergrund, dass nur noch Jugend zählt, sich schon 20jährige operieren lassen, viele Frauen Lippen haben, dick wie Autoreifen, sich Menschen Kinder bestellen (!) nach Haarfarbe, Aussehen und Intelligenz - und das Klonen des perfekten, des makellosen Menschen immer mehr pervers-konkrete Formen annimmt, dann wird klar, dass aus einer gut und sehr menschlich gemeinten Sterbehilfe, schnell Totschlag mit gesetzlicher Billigung werden kann, wenn wir als Gesellschaft nicht ganz gewaltig aufpassen. Von der rein menschlichen Seite denke ich selber so: Man soll das LEBEN verlängern... nicht das STERBEN. Aber wir brauchen Gesetze, die einen Missbrauch unbedingt verhindern. Egal ob man Protestant ist, Katholik, Atheist, Jude oder Moslem - denn OB es eine Leben nach dem Tod gibt, ist in diesem Leben eine GLAUBENSFRAGE - und so oder so ist JEDER Mensch einmalig - sollte entsprechend würdevoll behandelt werden, von JEDEM Menschen, von JEDER Regierung und vor JEDEM Gesetz. |
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