Die richtige Ernährung eines Hundes ist fast ein wahrer Glaubenskrieg.
Man sollte sich vorher überlegen, was man möchte:
Der Hund soll billig ernährt werden .
Der Hund soll billig sein.
Der Hund soll fressen was ihm schmeckt.
Der Hund soll lange gesund sein.
Ich liste das hier so auf, weil sich teilweise einige Wünsche nicht miteinander vereinbaren lassen. Z.B. Der Hund soll fressen was ihm schmeckt mit der Hund soll lange gesund sein.
Pauschalisieren kann man auch diese Aussage nicht, jedoch gibt es einige Punkt zu beachten:
Wenn der Hund als wahrer Allesfresser frißt, was ihm schmeckt, dann kann man sehr schnell Probleme bekommen:
- Übergewicht mit Gelenkbeschwerden ( je Risikoprofil )
- ggf. Mangelernährungen mit unspezifischen Symptomen wie schuppiges, stumpfes Fell und später problematischeres
- Es gibt nun einmal Nahrungsmittel, die auf dem Teller des Hundes nichts zu suchen haben, wie z.B. Schweinefleisch!
Zu letzterem: Seit April 2004 ist in Deutschland kein Fall des meldepflichtigen Virus mehr aufgetaucht. Die Gefahr ist bei deutschem Fleisch also deutlich geringer als bei Schweinfleisch unbekannter Herkunft. Da jedoch gerade diese für den Verbraucher teilweise sehr schwer nachzuvollziehen ist, sollte jeder, der seinen Hund lange gesund halten möchte, konsequent auf Schweinefleisch verzichten.
Zu der Aussage : " Hat meine Oma auch immer gemacht " - Ich kann auch mehrmals über eine Autobahn rennen, ohne hops zu gehen. Tatsächlich habe ich das Nachts auch einmal im Vollsuff gemacht. Das die Kombination Autobahn + Dunkelheit + Vollsuff keine gesunde ist, liegt auf der Hand.
ICH behaupte aber jetzt, dass das völlig bedenkenlos machbar ist, weil mir ja auch nichts passiert ist!
Ok, zurück zum Thema:
Ich möchte, dass mein Hund billig ist. Das kann man aus zwei Perspektiven sehen: Er soll täglich und unmittelbar günstig sein , oder er soll langfristig günstig sein. Mit langfristig meine ich vermeidbare Folgeschäden aufgrund eines Übergewichts, einer Fehlernährung oder daraus resultierender Erscheinungen.
Füttere ich - unabhängig vom Preis - minderwertiges Futter , sei es wirkliches Hundefutter oder Essenreste, so kann ich keinen auf Dauer günstigen Hund haben. Ob er gesund bleibt und lange lebt, ist mehr als fraglich. Zweifelsohne wird das Tier aber sehr,sehr glücklich sein.
Eine Kernfrage ist also, wie gut es dem Hund schmecken soll? Eine Frage, die ich in den Raum stellen möchte: Reicht es eigentlich nicht auch aus, wenn man die basale und reine Ernährung des Tieres über geeignetes Futter, im Sinne von an den Bedürfnissen angepaßt wie zum Beispiel Riesenrasse versus Yorkshire, gewährleistet ? Dabei besteht ja sogar keine Notwendigkeit, dem Tier lukulische Genüße zu bereiten, von denen es vielliecht sogar Unmengen frißt? - Reicht es nicht, wenn der Hund für ihn gesund gesättigt wird ?
Ergänzend kann man natürlich einige zusätzlich Freuden in sein Leben einstreuen. - Je gesünder das Tier im allgemeinen ist, desto großzügiger können diese sein.
Was ich damit konkret sagen möchte:
Ich persönlich würde meinen Hund mit vernünftigen Alleinfuttermittel ernähren.
Hier dann je nach Geldbeutel entweder ein Premiumfutter, oder eines der getesteten "Billigfutter". Ggf. würde ich sogar zwei Alleinfuttermittel mischen:
Ein günstiges wie das Draft mit einem , welches noch Ergänzungen wie das Josera mit seinem Grünlippmuschelextrakt hat. In der Summe hat man die Kosten reduziert, ohne die Gefahr einer Mangelernährung oder anderer langfristiger Schäden zu haben. Jetzt hat man sich auch etwas Luft geschaffen, dem kleinen Liebling auch mit Sachen zu belohnen, wie für ihn nicht unbedingt optimal sind.
Ingesamt ist dies ein Konsens aus langem, kostenoptimierten , gesundem und glücklichen Leben.