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  #1
Alt 22.12.2010, 11:18
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Benutzerbild von Enja
 
Registriert seit: 25.11.2010
Beiträge im Hundeforum: 25
Den Hund richtig ausführen

Ein Hund braucht Bewegung, sowohl als Welpe als auch als erwachsener Hund. Diese sollte man einplanen, bevor man sich einen Hund anschafft. Wenn der Hund ganz besonders bewegungsfreudig ist, ist es ebenso möglich, ihn an das Fahrrad zu gewöhnen. Wenn man keinen Garten hat, ist es wichtig, dass man den Hund öfter ausführt, damit er sein Geschäft erledigen kann. Wenn man sich einen Welpen oder einen kleinen Hund anschafft, benötigen diese umso mehr Auslauf, da die Blase entsprechend klein ist. Damit ein Welpe nicht gleich eine böse Überraschung erlebt, sollte man die Nacht nicht so lang halten, da Welpen es noch nicht so lange aushalten können. Darum ist es sinnvoll, mit dem Hund noch einmal vor die Tür zu gehen, bevor man sich schlafen legt. Die ersten 6 Wochen ist es außerdem sinnvoll, den Welpen nicht von der Leine zu lassen. Der Hund muss erst hören, damit er nicht wegläuft oder gar schlimmeres passiert.
Enja ist offline  
  #2
Alt 29.12.2010, 23:05
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Wichtiger, als dass der Welpe erst gehorchen muss, ist m.E. nach, dass er uns vertrauen muss, damit er, wenn er abgeleint mit uns läuft und sich erschreckt, nicht den Kopf verliert und wegläuft, sondern vertrauensvoll zu uns läuft, weil er weiß, dass er bei uns Schutz bekommt.
Die meisten Welpen tendieren ohnehin dazu, unter allen Umständen beim Rudel zu bleiben. Erst wenn sie ein paar Monate alt sind und selbstsicherer werden, kann es dazu kommen, dass sie sich zu weit von uns entfernen oder sich nicht zurückrufen lassen. Das ist dann der Zeitpunkt, wo man anfangen sollte, mit Schleppleine zu üben, bis das heranrufen/dableiben zuverlässig klappt.
Peanuts ist offline  
  #3
Alt 30.12.2010, 10:06
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 09.05.2009
Beiträge im Hundeforum: 2.164
Für mich ist es auch am Wichtigsten, dass meine Hunde Vertrauen zu mir haben. Sie sollen gerne zu mir kommen und nicht aus Angst.
Von Anfang an habe ich die verschiedenen Angelegenheiten geregelt. Ich bestimme, wann mein Hund etwas alleine regeln darf.
Neffa und Brutus sind seit Welpenzeit zusammen, sie sind fast gleich alt und fast gleich groß - sie dürfen ihre Angelegenheiten untereinander selbst regeln. Ebenso verhält es sich mit Luna und Neffa.
Bei Mona und Neffa oder mit fremden Hunden regle prinzipiell ich die Angelegenheiten - bedeutet ich entscheide was gemacht wird.
Ebenso wichtig ist für mich eine enge Bindung, die durch gemeinsame Spiele und andere Erlebnisse geschaffen wird.
Hat der Hund Vertrauen zu seinem Menschen und eine enge Bindung wird er sich gerne in seiner Nähe aufhalten.
Kadavergehorsam und Gewalt und Brüllen, wie es auf einigen Hundeplätzen praktiziert wird, verabscheue ich, da es nicht Hundegerecht ist.
Mir ist es sehr wichtig, dass mein Hund nicht wegläuft bzw. auf Rufen zu mir kommt, damit er keinen Gefahren ausgesetzt wird und nicht andere Lebewesen gefärdet.
Ich denke, dass dies nur mit liebevoller Konsequenz möglich ist.
Schleppleine und Geschirr sind sicher für einige Hunde ein gutes Trainingsmittel. Hunde mit starkem Jagdtrieb müssen in Gebieten mit viel Wild sicher die ganze Zeit an der Schleppleine sein.
Arwen ist offline  
  #4
Alt 02.01.2011, 09:46
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Doginator
 
Registriert seit: 16.10.2010
Ort: KA
Beiträge im Hundeforum: 47
Jep,
Zurzeit bin ich froh das von Wild kaum was zu sehen ist, an dem Ort wo wir unterwegs sind. Dort kann Jim (seines Zeichens Breton/Windhund in Personalunion) auch ohne Leine laufen! Was auch sehr gut funktioniert ohne Ablenkung (andere Hunde). Denn er ist ein Stürmischer bolzen der erstmal zu stürmt und dann erst fragt wer das ist. Hoffentlich ist bald wieder Sommer, da werden wir wieder viel an die Alb gehen. Damit die Herren sich mit anderen austoben können bis die Luft wegbleibt.
Alternativ hätten wir ja noch denn Garten auch dort dürfen sie einfach nur Hund sein!!!!

Wie sage ich immer: ALLES FÜR DENN „DACKEL“!

LG DOGY
Doginator ist offline  
  #5
Alt 02.01.2011, 10:56
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Och, meine Hunde - selbst der Kangal-Husky-Jagdhundmix - haben es einfach gelernt, dass sie von mir eine Mordspredigt gehalten bekämen, wenn sie sich einfallen ließen, die Rehe, Schafe, Katzen hier im Dorf zu jagen, die man des öfteren zu sehen bekommt. Lediglich die drei Rabenvögel, die immer noch auf die Wiese kommen und den Hunden so lange vor der Nase herumkaspern, bis die wieder mal einen Jagdversuch machen, dürfen sie mit meiner Erlaubnis kreuz und quer über die große Wiese verfolgen, weil ich ziemlich sicher davon ausgehe, dass meine Hunde nicht fliegen können - und weil ich mehrfach gesehen habe, wie die Raben kurz vor den Hunden auffliegen und dann ihnen vor der Nase her die Richtung ändern und in knapp 2 m Höhe, vor Schadenfreude krächzend, zuschauen, wie die Hunde erst mal ein paar Schritte in die falsche Richtung laufen, ehe sie auch die Richtung ändern.
Ab und zu haben wir in den Ferien eine von Leslies Welpen zu Besuch,(inzwischen auch schon 5 Jahre alt!) deren Besitzer Sizilianer sind und sie bei den Fahrten/Flügen nach Barrafranca nicht mitnehmen wollen. (Das begrüße ich sehr, weil ich WEISS, dass in den Mittelmeerländern sehr kritische Krankheiten auf unsere Haustiere warten und auch die Vorbeugung gegen Hautparasiten nicht allzugroß geschrieben wird!)
Diese Hündin konnte anfangs nicht widerstehen, wenn sie eines unserer "dorfeigenen" Rehe auf der Wiese äsen sah. Als das zum ersten Mal passierte, hatten wir gerade Besuch hier zum grillen und saßen ganz gelassen und nichts ahnend unten im carport, während die Hunde um uns herum lagen, saßen oder liefen, ehe "Signorina Puzzo" plötzlich lospreschte. Ich habe gerufen, auf den Fingern gepfiffen, gebrüllt, .... nichts. Kurz bevor sie das Ende der großen Wiese erreicht hatte, wo hinter einem Trampelpfad und einem Stacheldrahtzaun die nächste Weide mit Viehbesatz kam, - und kurz bevor ich in Gedanken die Hündin schon in Scheiben geschnitten, verpackt und nach Sizilien geschickt vor meinem geistigen Auge sah, machte das Reh einen langen eleganten Satz über den Stacheldrahtzaun, - die Hündin einen abrupten Stopp und dann kam sie ahnungslos und freundlich hechelnd endlich zu uns zurück gelaufen!
Ich brauchte mir noch nicht mal die Mühe machen, sie auszuschimpfen, denn unser Teddy, der wirklich erstklassig erzogen ist (und selbst auch in dieser Hinsicht anfangs die eine oder andere Predigt über sich ergehen lassen musste), rannte ihr entgegen und verpasste ihr einen eindeutigen Anschiss, indem er sie derbe knurrend an der Schulter rempelte und über ihr drohend aufbaute, bis sie sich schuldbewusst duckte und stehen blieb.
Um der Gemütlichkeit Willen kam sie dann aber trotzdem an die Schleppleine und wurde im Nachbarzaun eingehakt, denn im Sommer kommen an den frühen Abendstunden gerne mal so zwei, drei Rehe zum äsen vorbei.
Peanuts ist offline  
  #6
Alt 19.01.2011, 14:24
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Anett
 
Registriert seit: 18.01.2011
Ort: in Jüterbog
Beiträge im Hundeforum: 31
Beneidenswert, wenn man Hunde oder einen Hund hat, der sicher abrufbar ist. Meine Beagles, zumindest einer davon, ist eigentlich gar nicht soooo... schlecht erzogen, zu Hause gibt es kaum Probleme, aber kaum verlasse ich Haus und Hof, ist es als würde er seine Jägerausrüstung überstreifen.
Ich übe mit Futterbeutel, beschäftige ihn, habe schon viele Dinge probiert, mit und ohne Pfeife, den besten Leckerli der Welt etc... Aber wenn ich(natürlich nicht ich, sondern er, der Hund) auf eine frische Spur treffe, ist kaum noch etwas zu wollen. Manchmal ist er noch abrufbar, aber wenn eine gewisse Distanz überschritten ist (ich meine ca. 5 bis 10m), dann habe ich keine Chance mehr. Er lässt dann auch Futter liegen und reagiert einfach gar nicht, es ist dann so im Jagdfieber, dass ihn nichts und niemand davon abhalten kann. Und wenn ein Beagle erst einmal unterwegs ist, dann heißt es Geduld haben und warten (das letzte Mal 3 Stunden ). Wenn er dann zurück kommt, kann und darf ich nicht sauer sein, das würde er auch nicht verstehen, denn er ist dann sichtlich zufrieden. Alle guten Ratschläge die ich bislang bekommen habe, stellten sich als Ratschläge von nicht- Jagdhund- Besitzern heraus. Bislang hilft einzig und allein eine Schleppleine, dann ist mein Hund ganz brav, denn er weiß genau wann er angeleint ist und wann nicht, selbst wenn ich die Leine schleifen lasse. Kaum abgeleint, nutzt er seine Freiheit.
Anett ist offline  
  #7
Alt 19.01.2011, 14:40
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Muggelchen
 
Registriert seit: 18.01.2011
Beiträge im Hundeforum: 6
Also mein Freund hat auch eine Beagledame und die ist, wie nun mal der Trieb, schwer zu bändigen bei einer frischen Spur.
Ich muss mit dazu sagen, dass er Jäger ist und sie ab und an mal zum jagen mitnimmt. Sie hat es auch drauf einen Keiler allein zu stellen und ist auch sehr stolz drauf. Eigentlich ist es bewunderswert wie so ein kleines zartes Geschöpf einem Keiler entgegentritt.

Nun mein Freund hat seiner Dame beigebracht zu hören indem er sie an die Leine nahm, wenn sie unfolgsam war.
Ein Beispiel: Beide waren spazieren und Madame Beagle hat eine Spur aufgetan und hinterher (also der Fährte nach), die Horcher waren auf Durchgang geschalten ... er rief hinter ihr her und nix passierte. Also wartete er geduldig bis sie wiederkam und nahm sie ohne weitere Worte bei ihrem Eintreffen sofort an die Leine.

Mittlerweile klappt es, dass sie zumindest nach dem 3. Anruf wieder zurück kommt. Allerdings hat dies alles auch eine Weile und viel Geduld gebraucht.

LG Muggi
Muggelchen ist offline  
  #8
Alt 19.01.2011, 16:31
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Selbst wenn ihr meinen ungefragten Kommentar als Klugscheißerei empfindet, Anett und Muggelchen, kann ich es mir hier nicht verkneifen, meine Überlegungen dazu zu schreiben.
Mag sein, dass ich auch eines Tages mal meinen Meister in Sachen Hundeerziehung finde, aber .... auch ein Beagle ist letztlich ein Rudeltier und ordnet sich dem unter, was das Rudel von ihm erwartet.
Umsomehr, weil die Beagles ja sowieso traditionell für die Meutejagd gezüchtet sind und "genetisch auf Gruppenfunktion programmiert" sind.
Was anderes mag es natürlich sein, wenn ein Beagle jagdlich als Einzeltiertier geführt und erzogen worden ist.
Dennoch: ein gut erzogener Jagdhund, - ganz einerlei, wie stark der Trieb ist und auf welches Wild der Hund geprägt ist - darf sich NIEMALS erlauben, ohne entsprechendes Kommando auf eigene Faust loszustochen, denn dann wäre er für die Jagd überhaupt nicht geeignet und würde nicht eine einzige der erforderlichen Prüfungen bestehen.
Wenn so ein Hund natürlich dann schon mal ein Wildschwein gestellt hat und stolz wie Oskar darüber ist und dann auch noch (auch ohne Worte teilt sich einem klugen Hund sowas mit!) merkt, dass sein Rudelchef davon höchst beeindruckt ist und das toll findet, wird sich schwer tun, das nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu wiederholen.
Im Normalfall weiß aber ein Jäger, dass Beagles nicht für die Wildschweinjagd, sondern nur in der Meute als Treiberhunde bei Treibjagden zum Einsatz zu bringen sind und wird ihn, falls es dann doch mal passiert ist, dafür tadeln.
Damit bin ich bei meinem nächsten Einwand: NATÜRLICH macht es Sinn, den Hund zu tadeln und auch ggf. scharf zur Ordnung zu rufen, wenn er nach 3 Stunden endlich geruht, von seinem Ausflug wieder zu kommen.
Es macht sicher keinen Sinn, ihm dann Kommandos wie "Pfui" und "Nein!" um die Birne zu schreien, aber egal, wie stolz und schwanzwedelnd er zu mir zurück gelaufen käme, er wäre als erstes SOFORT und durchaus auch ruppig an der kurzen Leine und DANN käme eine gepfefferte Predigt. Nicht schlagen, nicht im Nacken rütteln, - das sind Strafmaßnahmen, die ein Hund überhaupt nicht verknüpfen kann - weder auf frischer Tat, noch sonst irgendwann. Aber zwei, dreimal mit lautem Schimpfen und wirklich STOCKSAUREM Tonfall an die Schulter rempeln, - dabei unbedingt Blickkontakt erzwingen, (notfalls mit einer Hand die Schnauze des Hundes umfassen und den Kopf entsprechend drehen) dem der Hund vermutlich versucht, auszuweichen, weil ihm das in der Situation sehr unangenehm ist, - und dann ohne weiteren Kommentar ab nach Hause und auf den Platz schicken. Wenn er da nicht bleibt, weil er das nicht kennt, dann ruhig mal eine halbe Stunde dort kurz angeleint "festsetzen" und völlig ignorieren.
Lasst euch bitte nicht erzählen, das würde der Hund nicht verstehen oder nicht mit seiner Missetat verknüpfen können. Hunde sind keineswegs so blöde, mechanisch funktionierende Geschöpfe, wie es viele Hundebücher und Hundesachverständige uns so gerne weismachen wollen.
Als Unterstützung für jede Art Erziehungsmaßnahme ist übrigens ein gut erzogener (oder auch mehrere!) Hund (e) wirklich Gold wert.
Alle Hunde, aber vermutlich besonders Meutetreiber wie die Beagles, orientieren sich oft mühelos an anderen Hunden. Sie beobachten wesentlich genauer das Rudelverhalten aller anderen und versuchen sich, daran zu orientieren. Und der Mensch hat dann oft leichtes Spiel und braucht nur noch das erwünschte Verhalten zu loben, was viel erfolgversprechender ist, als falsches Verhalten zu tadeln.
Wie gesagt - ich rechne damit, dass ich auch eines Tages mal den Hund treffen werde, der mir zeigt, dass ich Grenzen habe. Aber bisher habe ich mit dieser Methode wirklich JEDEN Hund so hingekriegt, dass es "mein" Hund wurde.
Gelernt habe ich das übrigens durch die Erziehung einer wunderbaren, selbstsicheren, cleveren und souveränen Hündin, die zwischen 1985 und 1997 mein Leben geteilt hat.
Bisher waren es 9 Hunde, die dauerhaft mein Leben bereichert haben und unzählige Hunde, die nur für einige Wochen oder Monate auf ihrem Weg aus der ungarischen Abdeckerei in ein dauerhaftes Zuhase in Deutschland zu Gast bei uns waren, unter ihnen auch viele Welpen und Junghunde ohne Erziehung, ohne nennenswerte Menschenprägung überhaupt. Und viele von ihnen Dackel/ -mischlinge, Jagdterrier/-mischling(e),Foxterriermischlinge.
Nur zwei Hunde, die wirlklich nicht abgeleint werden konnten: Einer der Foxlmischlinge (der war wirklich sehr selbständig und hätte mir das ganze Ungarnrudel aufgemischt und mit durch das Dorf genommen, das aus 5 Welpen bestand.) Und zum anderen eine alte Kuvaszhündin mit Gesäugetumor, die mit anderen Hunden ganz unverträglich war.

Geändert von Peanuts (19.01.2011 um 16:37 Uhr).
Peanuts ist offline  
  #9
Alt 19.01.2011, 20:14
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Muggelchen
 
Registriert seit: 18.01.2011
Beiträge im Hundeforum: 6
Moment Peanuts ... das ist nicht mein Hund und ich erziehe keine Hunde von Anderen! Dabei ist es mir vollkommen Rille ob das der Hund von meinem Freund ist oder der von sonstigen Freunden.

Meinen Hund, was ein Jack-Russel-Mix ist und definitiv nichts für Anfänger ist habe ich so erzogen, dass er auf mich hört egal was ist. Ohne Leine entfernt er sich keine 20 m von mir ...

Einen Hund maßregeln kann man nur erfolgreich, wenn man ihn auf frischer Tat ertappt ansonsten hat er es vergessen. Eine Maßregelung nach 3 h (wenn der Hund von seinem Zug wieder zurück kommt) bringt für den Hund nur Unverständniss. Er weiß dann nicht mehr was er falsch gemacht hat und wird unsicher.

Ich bin jetzt 34 Jahre und habe seit meinen Kindertagen Hunde um mich drumherum gehabt von Rottweilern, Schäferhunden, Neufundländern, Afghanen, Pudeln, ChowChow bis hin zu Doggen hatten wir einiges auf unserem Hof. Und glaub mir mal nicht alle waren einfach zu händeln ... aber sie folgten letztendlich jedem Befehl den man ihnen gab. Wir konnten alle so rumlaufen lassen und unser Hof war noch nicht mal umzäunt.

Sicher ist der Hund ein Rudeltier aber er ist nur so sicher wie sein Herrchen dies ist, zeigt sich bei diesem eine Unsicherheit so reagiert jeder Hund sofort mit Unsicherheit oder auch mit dem blanken Verteidigungswillen.

Zum Thema Leine habe ich im vorigen Post schon alles geschrieben was da gesagt werden muss. Spurt der Hund nicht sofort an die Leine, dass ist Bestrafung genug für alle Hunde.

LG Muggi
Muggelchen ist offline  
  #10
Alt 19.01.2011, 20:20
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Anett
 
Registriert seit: 18.01.2011
Ort: in Jüterbog
Beiträge im Hundeforum: 31
Hallo Peanuts,

danke für die ausführlichen Worte, natürlich weiß ich, dass ein Beagle auch "nur" ein Rudeltier ist, ich weiß auch, dass ich im Welpenalter viele Fehler gemacht habe, Lobo war bzw. ist mein erster Hund, dazu kommt, dass er in unserer Familie lebt, dort geht nicht immer alles abgestimmt zu. Außerdem muss ich zugeben, dass ich einfach nicht in der Lage bin Lobo nach der Jagd zu tadeln, denn meistens bin ich einfach nur froh, dass ihm nichts passiert und er wieder da ist. Ich habe versucht auf dem Hundeplatz Hilfe zu bekommen, bin sogar Mitglied im Hundeverein geworden, gebracht hat es aber nichts. Dort sind meistens Schäferhunde oder Labrador, anfangs war der Platz nicht eingezäunt, es kann sich keiner vorstellen, mit welchen Gefühlen ich teilweise von dort nach Hause gegangen bin. Lobo hat sich von Anfang an "abgesetzt", d.h. wenn alle Hunde spielten kam es ihm irgendwann in den Sinn einen jagdlichen Abstecher zu machen, auch schon im späten Welpen-, erst recht im Junghundalter. Ich war und bin noch immer in der Hundeschule mit ihm, aber die Abrufbarkeit von der frischen Spur funktioniert dennoch nicht. Auf eingezäuntem Gelände ist das kein Problem, aber hat er eine frische Spur, vor allem Hase oder Wildschwein, dann ist jegliche Erziehung vergessen, ich denke, er ist dann einfach nicht mehr in der Lage zu reagieren, weil seine ganze Konzentration auf die Jagd gerichtet ist. Ich bin auch ratlos, denn bislang war alle Mühe letztendlich vergebens. Ich habe es mit Sprühhalsband versucht, anfangs hat das gut funktioniert, aber nach einiger Zeit hat mein Hund wohl gecheckt wo der Hase lang läuft und ist auch mit dem Halsband jagen gegangen. Eine einzige Methode habe ich noch nicht versucht und das ist Strom, allerdings bin ich, obwohl ich eigentlich zu wenig Ahnung habe, ein Gegner dieser Erziehungsmethode. Was meinst du dazu? Hast du eine andere sinnvolle Idee?

LG Anett
Anett ist offline  
  #11
Alt 19.01.2011, 21:21
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
Ort: Gummersbach
Beiträge im Hundeforum: 347
Muggi, ich hab schon gelesen, dass es der Hund deines Freundes ist und ich wollte auch nicht speziell dir Erziehungstipps geben, wie man das Problem lösen könnte. Es war als Stellungnahme gedacht, was evtl. zu diesem speziellen Problem des Beagel deines Freundes geführt haben könnte und ich wollte das nicht einfach nur mit "Rangunklarheiten" bezeichnen.
Wenn der Hund aber in der Hand eines Jägers ist, wird dieser sicher selbst wissen, was die Ursache sein könnte.
Im übrigen: Sehr wohl kann man auch nach mehreren Stunden, bzw. unmittelbar nach der Rückkehr eines Hundes den Hund tadeln und ich wette, er verknüpft das dann ausgezeichnet, wenn der Tadel so erfolgt, wie er in einem natürlich gewachsenen Rudel erfolgen würde. Dort werden Rudelmitglieder auch von den ranghöheren dann getadelt, wenn sie erreichbar sind, auch wenn das oft deutlich später als das unmittelbar zu tadelnde Geschehen erfolgt. Und es wird auch verstanden. Es macht allerdings keinen Sinn, dann erst mal seelenruhig zum Auto oder nach Hause zu gehen und DANN erst eine Predigt zu halten, aber unmittelbar nach der Rückkehr des Hundes - also sobald in wieder im Griff hat, macht das auf jeden Fall Sinn.
Aber wir müssen uns ja nicht drüber streiten, das wäre Unsinn.

Anett, - du schreibst es selbst. Die Hunde leben in einer Familie und ich vermute, die Person, die sich mit den Hunden hauptsächlich beschäftigt, ist nicht die in der Familie anerkannte Leit-Person. Das macht natürlich die Sache kompliziert, weil die Hunde ja mitkriegen, dass es ihrer Bezugsperson im Rudel am "Respekt" mangelt.
Einfach ausgedrückt: Auch meine 4 Großen verhalten sich, wenn mein Mann mit ihnen unterwegs ist, völlig anders, als wenn sie mit mir unterwegs sind.
Sie sind lauter, hektischer, agieren viel schneller selbständig, wenn "Gegenverkehr" auf 2 oder 4 Beinen kommt - und mein Mann traut ihnen - leider - nicht, was sie auch merken und entsprechend quittieren.
Was man speziell in deinem Fall tun könnte, weiß ich leider auch nicht.
Mit den Familienmitgliedern reden hilft erfahrungsgemäß vermutlich nicht, weil jeder ja in seinen Gewohnheiten ziemlich festgefahren ist und wir Menschen uns leider meist nur gezwungenermaßen ändern (lassen).
Hundeschule hätte ich noch am erfolgreichsten vermutet, aber wenn du schreibst, das das auch keine wirkliche Hilfe war, dann fällt mir auch nichts weiter ein.
Außer vielleicht, eine Gruppe mit wirklich gut erzogenen Hunden zu finden, wo deine beiden an der Langlaufleine beobachten und lernen können was für ein Hundeverhalten erwünscht und belohnt wird.
Und ich würde es auf jeden Fall mal ausprobieren, deutlich Missfallen zu zeigen, wenn einer mal wieder auf Wanderschaft war und zurück kommt.
Das muss aber wirklich auch mit dem entsprechenden Tonfall erfolgen, denn gerade ein cleverer Hund merkt natürlich sofort, wenn man nur "pflichtschuldigst schimpft", obwohl man innerlich nur froh ist, ihn wieder zu haben.
Peanuts ist offline  
  #12
Alt 20.01.2011, 06:28
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Anett
 
Registriert seit: 18.01.2011
Ort: in Jüterbog
Beiträge im Hundeforum: 31
Danke für die Ratschläge, aber streitet bloß nicht..!
Meistens gibt es ja mehrere Wege zum Ziel bzw. verträgt nicht jeder Charakter jede Erziehungsmethode.
Ich werd mal sehen, ich glaube so richtig geschimpft habe ich meine Hunde noch nie. Das hebe ich mir immer für meine Kinder auf.
Möglicherweise sind meine Hunde für mich mehr Therapie als ich für beide eine Rudelführerin bin....

Eben alles nicht perfekt, was soll's.
Anett ist offline  
  #13
Alt 20.01.2011, 10:51
Hundeforum Fan
 
Benutzerbild von Peanuts
 
Registriert seit: 28.12.2010
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Beiträge im Hundeforum: 347
Nee, Streit muss nicht sein. War auch nie meine Absicht, hier den Besserwisser zu geben und täte mir Leid, wenn das auf die Art missverstanden worden wäre.
Ich habe halt nur meine Überlegungen und Erfahrungen zum Ausdruck bringen wollen, von deren Richtigkeit ich NATÜRLICH (! ) überzeugt bin.
Aber so wie es viele Wege gibt, die nach Rom führen, gibt es vermutlich auch viele Wege, die zu einem - im ganz individuell gemeinten Sinn - gut erzogenen Hund führen.
Peanuts ist offline  
 

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